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Lärm macht krank – besonders Männer
Es ist Menschenrecht, sich nicht mit Lebensbedingungen abzufinden, die einen krank machen. Aber es gehört ein gehöriges Stück Energie, Kraft und Selbstbewusstsein dazu, den Widerstand zu wagen, zu organisieren und nachhaltig auszuüben. Eine vor drei Jahren in Buch gegründete Initiative hat sich auf diesen Weg begeben. BINO – die »Bürgerinitiative Berlin Nord/Ost - Gesund leben an der Schiene e. V.« – versteht sich als Betroffenenvereinigung lärmgeplagter Anwohner an der Bahnstrecke zwischen Blankenburg und Panketal. In den vergangenen Monaten hat die Initiative mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen auf ihr Thema aufmerksam gemacht. Neben einer Lärmdemo am S-Bhf. Buch (BB berichtete) gab es Bürgerforen, die über Lärm informierten und für das Thema sensibilisierten.
»Wir haben schon einiges geschafft: vor drei Jahren war das Thema ‘Gesundheitsschutz und Lärm’ bei unseren Politikvertretern kaum bekannt, heute redet man in der Politik darüber; es gibt Arbeitsausschüsse im Bundestag, die sich mit Lärm und dessen Auswirkungen beschäftigen und wir als BINO sind nicht nur stadtbekannt, sondern bundesweit vernetzt«, erklärte BINO-Vorstandsmitglied Ralf Driesener. »Momentan freuen wir uns über das neu ins Leben gerufene Jugendwanderprojekt ‘Lärmampel’ und die erste Vergabe an die Kita ‘Kleine Glückspilze’ in Buch«. Mit ihr können Kinder für Lärm sensibilisiert werden: durch das Aufleuchten der Ampelfarben wird ihnen signalisiert, wann der erträgliche Lärmpegel überschritten wird. Zu viel Lärm wird mit rotem Licht und zusätzlichem Signalton deutlich gemacht. Am 22. April hatte die BINO erneut in die Feste Scheune des Stadtguts Buch eingeladen. Der Vortrag von Dr. Peter Ettler, Präsident der Schweizerischen Lärmliga, verdeutlichte, wie unser südlicher Nachbar mit dem Thema Lärm umgeht – nämlich eindeutig gesundheitsbewusster. Dort hat sich die Politik Lärmschutz auf die Fahnen geschrieben…
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Mehr Nutzen oder Nachteile? Bucher Bürgerforum: Verkehrsraumplanung Buch-Karow
Im November 2012 waren Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das erste Mal zu Gast in der Bucher Feste Scheune, um die Zwischenergebnisse ihrer verkehrlichen Untersuchung für den Raum Buch-Karow kundzutun (BB berichtete). Am 13. Mai 2013 wurden die Endergebnisse der Untersuchung im Beisein von Pankows Stadtrat für Stadtentwicklung, Jens-Holger Kirchner, präsentiert. Mit gewisser Spannung erwarteten die zahlreichen Besucher vor allem die Einschätzungen über eine mögliche neue Anschlussstelle an die BAB 10 zwischen Karower und Bucher Chaussee. Das Projekt ist strittig, das stellten Dr. Friedemann Kunst und seine Mitarbeiter klar. Es gebe Begünstigte und es gebe Betroffene, doch noch sei nichts entschieden. Die Aufgabe bestehe nun darin, die Vor- und Nachteile abzuwägen. »Wir haben deshalb eine Wirkungsanalyse beauftragt«, so Kunst. Unstrittig sind die Maßnahmen der Stadtentwicklungsplanung (StEP) 2025, die Raumplaner Jakob Leitner vorstellte. Es gebe eine signifikante strukturelle Entwicklung der Region, betonte er. Deshalb musste die zehn Jahre alte Verkehrskonzeption für den Raum Buch-Karow aktualisiert werden. Man habe festgestellt, dass es Erschließungsdefizite im ÖPNV gebe, Verkehrsknotenpunkte seien nicht leistungsfähig, es fehle an Straßenüberquerungsmöglichkeiten, an Fuß- und Radwegen und optimalen ÖPNV-Anschlüssen. Das soll sich bis 2025 verbessern…
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Bussen fahren erst mal so weiter Zusammenlegung der Buslinien 251/351/893 auf 2014 verschoben
Bezüglich der Zusammenlegung der in Buch im Wesentlichen parallel verkehrenden Buslinien von BVG und Barnimer Busgesellschaft (BBG) hat der Verkehrsverbund Berlin/Brandenburg (VBB) anlässlich seines diesjährigen Fahrgastsprechtages Barnim/Uckermark neue Informatio- nen zu Umsetzungszeitpunkt und derzeitigen Problemen bekanntgegeben. »BB« fragte konkreter nach. Bereits beim vorigen Sprechtag 2012 war das Konzept der Vereinheitlichung und Vertaktung des bisherigen Liniengewirrs beider Verkehrsanbieter vorgestellt worden. Noch in in diesem Jahr sollten die Linien 251, 351, 893 und in Teilen 259 und 900 zur neuen Linie 893 S-Bhf Zepernick – Buch, Zepernicker Straße – S-Bhf Buch – Klinikum Buch (Nord) – Schwanebeck – Lindenberg – Hohenschönhausen zusammengelegt werden (»BB« berichtete). Nunmehr ist die Einführung auf August 2014 (zum Schuljahresbeginn) verschoben worden…
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Neue Märkte für Karow
Der Bereich rund um den S- und Umsteigebahnhof Karow entwickelt sich immer mehr zu einer attraktiven Einkaufsgegend: Neben dem schon seit längerer Zeit dort ansässigen Netto-Discounter haben sich ganz in der Nähe, am Hubertusdamm 5359, nun auch ein dm-Drogeriemarkt sowie eine Kaiser’s-Filiale angesiedelt. Feierlich eröffnet wurde dm bereits am 7. Mai, während Kaiser’s am 14. Mai zum ersten Mal seine Türen für die Besucher freigab. Zahlreiche Eröffnungsangebote lockten etliche Karowerinnen und Karower– und auch Interessierte aus Buch, Blankenburg und Umgebung in die Filialen: Bei dm gab es in der Eröffnungswoche einen Willkommensrabatt von 10 % auf alle Waren; Kaiser’s punktete mit einer Preisreduzierung von bis zu 43 % auf ausgewählte Produkte…
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Am Lindenberger Weg entstehen neue Wohnungen
Meine Frau und ich träumen vom 0-Energiehaus, einem Haus, in dem wir die Energie, die wir verbrauchen, auch selbst erzeugen können. Ein Traum, den viele zukunftsorientierte Menschen haben. Bei unserem Hausbau 2002 ist da Einiges schief gegangen, aber die Zeiten haben sich geändert – und bezüglich Energieeffizienz sicher verbessert. Seit längerer Zeit gibt es in der Gemeinde Panketal Diskussionen darüber, wie man die an Berlin-Buch eng anschließende Siedlung Neu Buch nach Westen ausbauen könnte/sollte. Das Projekt Eichenring-Siedlung ist nicht wirklich gelungen. Der ursprüngliche Plan mit Mietwohnanlagen rund um ein Einkaufszentrum mit seniorengerechten Einrichtungen und Kinderbetreuung ist voll daneben gegangen. Seit 2002 hat sich dort nichts entwickelt. Nun hat der Investor Wolfgang Lackeit, Makros Immobilien in Karow, ein Konzept für die gegenüberliegende Brache vorgeschlagen. Der erste Bauantrag an die Gemeindevertretung Panketal im Dezember 2012 sah eine Einfamilienhausanlage in Doppelreihenbebauung entlang des Lindenberger Weges in Panketal vor. Dem entgegneten Ausschüsse und der Ortsbeirat vorerst nur mit Korrekturen bezüglich Gehweg und Straßenanbindung. Diesen Korrekturwünschen wurde in einem geänderten Antrag im Februar 2013 entsprochen. Die Gemeindevertretung und der Bürgermeister Rainer Fornell drängten jetzt aber auf dringend benötigte Mietwohnungen für die Gemeinde…
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