Aktuelles

THWEhrenamtliche Helfer in der Not
Der Pankower Ortsverband des THW feierte seinen 25. Geburtstag
Die Kameradschaft ist es, die die meisten erwähnen, wenn man nach den Gründen fragt, warum sie ihre Freizeit  beim Technischen Hilfswerk (THW) verbringen. Auch der Umgang mit der Technik, die Ausbildung und die Einsätze – also Menschen zu helfen –, sind Motive, freiwillig Zeit und Energie für diese Tätigkeit ans Bein zu binden.
Auch Bill Dietrich und Mathias Neumann können es sich nicht vorstellen, ohne das THW ihr Leben zu verbringen. Bill Dietrich kam mit 14, vor mittlerweile 19 Jahren, zu der Organisation. »Ein Kumpel hatte mich mitgenommen. Es machte mir gleich  Spaß und gefiel mir – die Leute, die technische Ausstattung und man tut etwas Gutes und hat eine Verantwortung«, sagt der Mittdreißiger. Heute ist er Gruppenführer und verbringt seine ganze Freizeit auf dem THW-Gelände in Buch.

Seine Frau ist die Köchin im Ortsverband Pankow. »Sie hat mich in THW-Uniform geheiratet«, sagt er schmunzelnd. Mathias Neumann stieß vor 18 Jahren zum Ortsverband. Der 56-Jährige ist gelernter Kfz-Mechaniker. Er wurde in den 90ern invalidisiert. Beim THW fand er eine sinnvolle Beschäftigung. Sein Faible für Oldtimer konnte er in den Anfangsjahren noch ausleben. »Damals hatten wir eine in die Jahre gekommene Ausstattung aus den alten Bundesländern und aus Altbeständen der DDR. Das Notstromaggregat aus NVA-Bestand hat die Zeiten bis heute überdauert. Es tuckert, ist laut, aber funktioniert noch immer«, sagt Neumann.
Neben der Gemeinschaft fand er hier eine einmalige Behördenstruktur, die es ihm ermöglicht, mitzuentscheiden, Veränderungen zu bewirken. »Und ich kann Menschen helfen«, erklärt er. Er ist nicht nur im Ortsverband tätig, sondern Berliner Landessprecher und stellvertretender Bundessprecher des THW, eine Art Personalrat der freiwilligen Helfer im Land.
Gibt es Großschadenslagen alarmiert die Feuerwehreinsatzzentrale auch das THW.  Einige im Ortsverband tragen einen Pieper, die anderen werden per Telefon herbeigerufen. »Wir müssen nicht wie die Feuerwehr innerhalb von 5 Minuten in der Dienststelle sein, sondern haben etwa eine Stunde Zeit. Unsere Helfer wohnen in ganz Pankow oder kommen von der Arbeit hier heraus nach Buch, das braucht seine Zeit«, so Mathias Neumann…

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ShoppingShopping in der Schlossparkpassage
»Depot« öffnet in den alten Rossmann-Räumen
Am 9. November ist es (voraussichtlich) soweit. Die Gries deco Company eröffnet in der Bucher Schlossparkpassage eine »Depot«-Filiale. Vor allem Wohnraum- Accessoires, Möbel, Geschenk- und Dekorationsartikel werden hier zu finden sein. Das Geschäft präsentiert sich in den ehemaligen Räumen von Rossmann auf knapp 600 m2. »Noch sind die Ausbauarbeiten nicht abgeschlossen, aber es wird ein schöner Laden«, weiß der Passagenmanager Peter Scholz von der Widerker Vermögensverwaltung.
Im Oktober wurden zudem die ehemaligen Räume der Volksbank in der Schlossparkpassage neu vermietet. Das Sanitätshaus Seeger wird die knapp 180 m2 großen Räume künftig beziehen. Volksbank-Kunden finden ab 2. 11. einen Geldautomaten der Volksbank rechts neben Rossmann im Vorraum vor der Theaterkasse…

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Ali»Die Zeit wartet nicht«
Muhammed Haj Ali wohnt im »Refugium« in Buch und sehnt sich nach Zukunft

Berlin wäre immer noch ein Dorf, wenn es in den letzten Jahrhunderten keine Zuwanderung gegeben hätte, und auch Europa wäre nicht das Europa, das wir kennen, wenn nicht Zuwanderung es geprägt hätte«. An diese Wahrheiten erinnerte Jürgen Hofmann, ein Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. auf deren Jahrestagung auf dem Campus Buch. Die Wissenschaftler unterschiedlicher Sparten diskutierten zum Thema Migration und Interkulturalität. Auch ein junger, sympathischer Mann trat auf das Podium. Muhammed Haj Ali, 29 Jahre alt, geboren in Aleppo/Syrien. Vor fünf Jahren verließ er seine Heimat.
Er sei unsicher, wovon er erzählen solle; von den Bildern aus glücklichen Tagen oder den traurigen des Krieges. Doch er wisse, das nur eines zähle: »Ich will aus meinem Herzen sprechen«. Er sei dankbar, in Deutschland und in Sicherheit sein zu können. Die Menschen hier seien wunderbar, sie wollen ein glückliches Leben haben. Genau das wolle er auch. Seine wichtigste Botschaft: »Wir brauchen gar nicht so viel Hilfe und wenn, dann nur die, die vom Herzen kommt.« Er leide sehr unter der Isolation. »Wir sind allenfalls Teil von Nachrichten, die Flüchtlinge eben. Was die Leute sehen und zu wissen meinen, das sind die Informationen über uns. Ich wünsche mir viel mehr Kontakte von Mensch zu Mensch. Es ist sehr einfach mit uns zu reden: einfach ansprechen!«, fügt er lächelnd hinzu.  
Muhammed Haj Ali lebt seit über zwei Jahren in einem 15 m2 großen Zimmer im  »AWO Refugium« in Buch. Er ist in dem Gebäude des blau-gelb-orange gefärbten Komplexes untergebracht, in dem allein reisende Männer wohnen. Er empfängt mich freundlich und gießt nach der Begrüßung Apfelschorle in die Becher. Platz ist an dem kleinen quadratischen Tisch, mit dem jeder Raum der Einrichtung bestückt ist. »Mein Arbeitszimmer und mein Gästezimmer«, erklärt er grinsend und deutet hinter sich auf das Bett: das »Schlafzimmer«. Ein Freund, auch aus Syrien, steckt seinen Kopf herein, doch Muhammed ist jetzt beschäftigt. Er will  einer Journalistin von seinem Leben erzählen…

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Einsatz SkaterbahnMit Hacke, Harke und Spaten
Bürgerverein, Flüchlinge und Anwohner säuberten Areal um die Skaterbahn Buch
Der Bucher Bürgerverein hatte gemeinsam mit der Stephanus-Stiftung, der Betreiberin der Flüchtlingsunterkunft in der Wolfgang-Heinz-Straße, am 14. Oktober zum Herbstputz rund um die Skaterbahn Buch eingeladen. Nach getaner Arbeit konnte man sehen, wie dringend es war, hier einmal Hand angelegt zu haben.
Mitglieder des Bürgervereines, einige Bewohner der umliegenden Wohnblöcke und viele Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in der Wolfgang-Heinz-Straße packten mit an, säuberten die Wege und beseitigten den Müll. Allein das zerbrochene Altglas füllte einige Eimer. 25 Menschen arbeiteten mit für die Verschönerung des Kiezes. Auch von den Jugendlichen, die hier an ihrer Skaterbahn chillen wollten, konnten einige überredet werden, mitzuhelfen.
Auch Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn packte mit an. Er nutzte die Gelegenheit, mit Einwohnerinnen und Einwohnern ins Gespräch zu kommen…

Foto: Stephanusstiftung

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VernissageEin Ventil, um die Gedanken auszudrücken
Karikaturen von Ahmad Altabakh sind im Stadtteilzentrum in Karow zu sehen
Im Stadtteilzentrum im Turm in der Karower Busonistraße 136, ist noch bis zum 22. Dezember eine Ausstellung mit Karikaturen von Ahmad Altabakh zu sehen. Das Thema: Immigration und Integration. Die mit Blei- und Bunststift gemalten Cartoons entfalten ihre besondere Wirkung durch ihre Authentizität. Einer Besucherin, die aus Kolumbien stammt, kamen bei der Ausstellungseröffnung die Tränen: »Ja, genau so ist es«, sagte sie. Die langen bürokratischen Wege, das Gefühl als Antragstellerin kein Individuum mehr zu sein, kenne sie.
Ahmad Altabakh stammt aus Syrien. Von seinem Weg erzählt er folgendes…

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EichenringZukunft für den Eichenring?
Lange Zeit herrschte Ruhe im Schwanebecker Wohngebiet, nun gibt es Bauplanungen
Mitte der 1990er Jahre wurde ein ausgedehntes Wohnungsbauprojekt mit Seniorenheim, Kino, Geschäften und Kindergarten im Eichenring in Schwanebeck, gleich hinter der Berliner Landesgrenze gestartet. Die Nähe zu den Bucher Kliniken und dem Campus-Gelände erschienen den Investoren trotz der Nähe zur Autobahn günstige Voraussetzungen zu sein. Das Projekt ging pleite: Es entstanden lediglich einige Wohnblöcke im Außenbereich, der Innenbereich verwilderte und gibt dem ganzen Eichenring ein unattraktives Aussehen.
Bereits bewilligt und in Planung sind mittlerweile altersgerechte Wohnungen im südlichen Innenbereich. Aktuell im Gespräch ist eine teilweise Änderung des Bebauungsplanes und die Genehmigung von 3-geschossigen Wohnblöcken mit weiteren ausgedehnten Umgestaltungen im noch offenen nördlichen Bereich bis hin zur Rathenaustraße. Auch ein Kindergarten ist für die immerhin 200 geplanten Wohnungen im Gespräch…

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