Top Thema des Monats September

Netzwerk positionspapierDie Region verbündet sich
Vertreter von Vereinen und Initiativen des Pankower Nordostens stellten gemeinsames Positionspapier auf
Dass Berlin weiterhin anhaltender Zuzugsort ist, steht außer Frage. Die Nachfrage nach Wohnraum steigt. Auch für den Nordosten der Stadt gibt es mehr oder weniger weit gediehene Planungen für den Wohnungsneubau: bis zu 6.000 Wohneinheiten im Blankenburger Süden, weitere bis zu 4.500 Wohnungen innerhalb der Rahmenplanung Buch, drei neue Karower Wohnquartiere, mehrere tausend Wohnungen im Bereich des Karower Damms sowie Wohnungsbau in Französisch Buchholz (Ludwig‐Quidde‐ Straße). Zudem geistert noch immer die Bebauung der Elisabeth-Aue in den Verwaltungsköpfen herum und es gibt das Projekt »Bürgerstadt Buch«, das die Bebauung nahezu sämtlicher Freiflächen (inkl. Gewerbestandorte und Schutzgebiete) für bis zu 100.000 Menschen vorsieht.

»Bereits heute ist die Verkehrsinfrastruktur sowohl des öffentlichen Personennahverkehrs, als auch des Fahrrad‐ und Autoverkehrs im gesamten Verflechtungsraum zwischen der Innenstadt, Pankow und den Landkreisen Barnim und Oberhavel an der Grenze der Leistungsfähigkeit«, weiß Bezirksverordneter Johannes Kraft. Fallen einzelne Verbindungen durch Havarien oder Baumaßnahmen aus, führe dies zu einem weitreichenden über die Ortsteile hinaus wirkenden Kollaps sämtlichen Verkehrs. Der  Nordosten hat derartige Erfahrungen bereits im Ansatz durchleiden müssen während Schienersatzverkehrs-Phasen auf der S2, Bauarbeiten auf den Autobahnen und in den Ortsteilen.
»Eine großräumige Verkehrskonzeption wird in all diesen Planungen nicht verfolgt. Das wollen wir nicht hinnehmen!«, so der Karower CDU-Politiker. Ein weiterer Punkt sei das maßvolle, an den vorhandenen Bestand angepasste Bauen: »Es darf keine 6-Geschosser neben Einfamilienhäusern geben, sondern höchstens zwei Geschosse«.
Und so trafen sich am 3. August Vertreter von Bürgerinitiativen, Vereinen und Zusammenschlüssen aus Blankenburg, Französisch Buchholz, Karow und Buch, um angesichts der Planungen für eine großflächige Wohnbebauung im Pankower Nordosten eine gemeinsame Stimme zu finden und auf die Probleme hinzuweisen sowie verträgliche Lösungen von der Berliner Politik und Verwaltung zu fordern. Sie haben es geschafft, ein gemeinsames Positionspapier zu entwickeln…
Foto: Fabian Rosenberg

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