Aktuelles

Fallada hat kein Glück in Panketal
Gemeindevertreter Panketals sind über Zukunft des »Heidehauses« uneins  
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Die Sondersitzung der Gemeindevertretung Panketal am 9. Mai nahm einen unerwartet unschönen Verlauf. Die pompöse Vorbereitung – Vorbereitungssitzung im Ortsentwicklungsausschuss und Vorbereitungssitzungen in den Fraktionen für die Vorbereitungssitzung – ließ schon die Befürchtung aufkommen, dass man bei dem einzigen Thema all dieser Sitzungen keine Lösung finden würde. Es geht um die Perspektiven für das »Heidehaus«, das ehemalige Zepernicker Krankenhaus in der Schönower Straße.

Carola Wolschke, Sprecherin der AG Heidehaus, plädierte für den Erhalt des Gebäudes unter anderem mit dem Hinweis auf seine historische Bedeutung. So wurde im Krankenhaus auch der Schriftsteller Hans Fallada behandelt. Nach einigen Diskussionen, die zunehmend den Charakter eines Stammtischgesprächs annahmen – es ging um die Suchterkrankung des Schriftstellers – kam es zu unqualifizierten Zwischenrufen einiger Politiker. Zahlreiche Änderungsanträge führten zu einem Chaos in der Diskussion. Das allgemeine Getümmel beendete Bürgermeister Rainer Fornell mit dem Vorschlag des Abbruches der Sitzung und so ist man bezüglich des Heidehauses »so klug als wie zuvor«.
Dabei schien zeitweise eine Einigung durchaus möglich. In Folgendem bestand weitgehender Konsens: Auf dem ehemaligen Krankenhausgelände existiert das Elisenhaus mit einer Pflegeeinrichtung, das Torhaus als Wohngebäude, die sogenannte Villa, die für den Eigenbetrieb aufwendig saniert wurde, und ein Baufeld, auf dem die Errichtung eines Kindergartens durch die Johanniter beschlossen ist. Im Übrigen soll der Bebauungsplan aus dem Jahre 2005 Anwendung finden: Auf drei weiteren Baufeldern werden Wohnungen gebaut und der Wald soll als Parkanlage erhalten bleiben…Fallada hat kein Glück in Panketal

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Brücke bleibt weiterhin gesperrt
Voraussichtlich bis Mitte Juli bleibt die Schönerlinder Brücke (über die A 114) gesperrt. Das bedeutet, dass auch die Schönerlinder Straße weiterhin nicht befahren werden kann. Die Ein- und Ausfahrten der Anschlussstelle Schönerlinder Straße auf die A 114 bleiben befahrbar. Um die Autobahn in Richtung Stadtmitte zu erreichen, müssen Verkehrsteilnehmer aus Richtung Wandlitz jedoch auf die Anschlussstelle Bucher Straße ausweichen…

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TurnhalleHalle am Bedeweg wieder offen
Nach der Nutzung durch Flüchtlinge und Sanierung wird wieder Sport getrieben
Insgesamt sechs Sporthallen in Pankow wurden seit 2015  als Notunterkünfte für geflüchtete Menschen genutzt. Im Mai öffneten vier Gebäude nach Sanierungsarbeiten wieder ihre Türen für den Schul- und Vereinssport. Insgesamt 1,21 Millionen Euro kostete die Sanierung der Hallen, nachdem es eine Begutachtung sowie Leistungs- und Kosteneinschätzungen gegeben hatte. »Der erforderliche Einigungsprozess zwischen Berliner Immobilien Management GmbH und Bezirk über den Umfang der Sanierungsmaßnahmen war auf Grund unterschiedlicher Auffassungen enorm zeitintensiv aber letztlich zielführend. Erst nach der Einigung erhielt Pankow die dafür erforderlichen finanziellen Mittel und konnte die notwendigen Sanierungsmaßnahmen einleiten«, erklärte Bezirksstadtrat Dr. Torsten Kühne zum Prozedere. »Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den Hallennutzern für das entgegengebrachte Verständnis und auch bei jenen, die solidarisch Hallenzeiten abgegeben hatten, um eine Vielzahl der Angebote aufrechterhalten zu können«, fügte er hinzu.
Am 9. Mai um 13.30 Uhr öffneten sich auch die Türen der Halle am Bedeweg 1 in Karow für den regulären Sportbetrieb. 240 000 Euro haben hier die baulichen Sanierungsmaßnahmen gekostet. Erneuert wurden sanitäre Einrichtungen, Lüftungsanlagen und der Boden, auf den insgesamt 1,6 km lange neue Linien und Markierungen aufgebracht wurden. Fünf der großen Fenster sind neu, Türen wurden ausgewechselt, die Sanitäranlagen erhielten ein neues Farbkonzept…

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Informationsveranstaltung zum Thema Verkehr
Eine Informationsveranstaltung zum Thema der Verkehr findet am Mittwoch, dem 28. Juni, in der Zeit von 19 bis 21 Uhr in der Feste-Scheune Buch, Alt-Buch 45 statt. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen informieren über den Stand der aktuellen Maßnahmen in Blankenburg, Heinersdorf und Malchow.  In Abstimmung mit dem Forum Blankenburger Süden steht die Information über folgende Baumaßnahmen im Mittelpunkt der Veranstaltung: 
·        Sanierung der BAB A 114 inkl. Ersatzbaumaßnahmen zahlreicher Brückenbauwerke,
·        Sanierung der Ortsdurchfahrt Malchow,
·        große Baumaßnahmen der Deutschen Bahn,
·        große Baumaßnahmen der Berliner Wasserbetriebe.
Im Zeitraum von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr können sich die Bürgerinnen und Bürger auf einem „Marktplatz der Informationen“ an Plakaten über die aktuellen Baumaßnahmen informieren. Zudem ist geplant, dass sich parallel ggf. einige aktive Bürgerinitiativen vorstellen. Anschließend werden Fachleute über die einzelnen Maßnahmen informieren und Fragen aus dem Publikum beantworten sowie Hinweise aufnehmen. 


OP»In diesem Raum lag Honecker«
Das DDR-Regierungskrankenhaus (ÖB VII) in Buch gibt nach 10 Jahren Leerstand ein trauriges Bild ab
Zehn Jahre sind ins Land gegangen seit Helios das ehemalige Regierungskranhaus an der Hobrechtsfelder Chaussee verlassen hat und seine Kliniken in einem Neubau an der Schwanebecker Chaussee konzentrierte. Zehn Jahre, die deutliche Spuren im 1976 eröffneten Gebäude hinterlassen haben. Herunterhängende Deckenplatten, geplünderte Sanitärräume, geklaute Kabel, gestohlene Kunst, verdreckte Räume, Vandalismusschäden – zeigen sich den Besuchern, die am 13. Mai zum Tag der Städtebauförderung einen der begehrten Plätze mehrerer Führungen ergattern konnten, um das leer stehende Haus zu besichtigen. Begleitet wurden die neugierigen Menschen auch durch Zeitzeugen: den ehemaligen Ärztlichen Leiter des Regierungskrankenhauses (1988-1990), Prof. Lothar Kant, und Peter Scholz, der Veranwortung für den Bau trug und bis 1981 Technischer Leiter des Hauses war.
Honeckers ZimmerDie Führungen beginnen in der früheren Schwimmhalle mit einer kleinen Ausstellung. Mitarbeiter der Planergemeinschaft und des Bezirks stellen die Bucher Projekte vor, die mit Stadtumbau-Mitteln gefördert wurden und werden. Für das Regierungskrankenhaus und das benachbarte Stasi-Krankenhaus gibt es momentan keine Nutzungskonzepte, allerdings wird untersucht, wie hoch die Kosten für Abriss und Renaturierung der Flächen oder aber für mögliche Wohnbebauung sind. Der frühere Bauleiter, Peter Scholz, plädiert für die bauliche Nachnutzung. »Der Stahlskelettbau ließe sich einfach entkernen. Im gesamten Gebäude ist kein Asbest verbaut worden«, betont er nachdrücklich.
SchwimmhalleDoch viel mehr als die unklaren Zukunftsaussichten interessiert die Besucher an diesem Tag der alte Krankenhaus-Komplex. Schon die Schwimmhalle ruft bei manchen Erinnerungen an die Bad-Besuche in der Zeit nach der Wende hervor.  Das Blut auf dem Beckenboden stammt allerdings von den Dreharbeiten für »Ein starkes Team«, alles nur Theaterblut. In den vergangenen Jahren diente das Regierungskrankenhaus immer mal wieder als Drehort. Götz George war hier, »Der Kriminalist« wurde vor Ort gedreht, es entstanden Musikvideos und eine Zombieproduktion.
Mit Taschenlampen ausgestattet, besucht die Gruppe den atomsicheren Bunker, der im Ernstfall 330 Menschen Platz geboten hätte und mit einem OP-Bereich ausgestattet war. Benutzt wurde er nie. Es geht wieder nach oben…

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