Aktuelles

Wohnprojekt GrosskopfKarower Wohnprojekt gestoppt
Bauvorbescheid für Studentenwohnungen abgelehnt
So unterschiedlich die Positionen der Parteien vor der Wahl zu bestimmten Fragen auch waren, in einem Punkt sind sich alle einig: Die Wohnungsnot ist groß, der Bau von weiterem (bezahlbaren) Wohnraum muss vorangetrieben werden. Zustimmung zu seinem Bauvorhaben erfuhr deshalb auch Matthias Großkopf aus Karow. Der Betreiber der Fitness-Galerie am Hubertusdamm erntete von Politikern von CDU, Grünen, Linken, FDP  und SPD nur Lobestöne, als er ihnen sein Projekt vorstellte. Am Hubertusdamm 44-48 will der Unternehmer mit einer Bundesmodellförderung zwei Gebäude errichten, in die er kleine, modulare Wohneinheiten für Studenten und Auszubildende integrieren will. Insgesamt 56 Mini-Apartments von 20 m2 Größe sollen entstehen (»BB« berichtete), die über einen Wohnraum, Pantry-Küche und Bad/WC verfügen sollen.

Die Warmmiete ist gedeckelt und soll 300 Euro betragen. Zudem ist ein nachhaltiges Energie-, Wasser- und Abfallkonzept Bestandteil der Planungen. Die gesamte Fassade soll begrünt werden. Wenn das Projekt bis Ende Oktober eingereicht wird, steht eine Förderung des Bundesbauministeriums (»nachhaltiger und bezahlbarer Bau von Vario-Wohnungen«) ins Haus. Doch der Termin ist wohl nicht einzuhalten…
Die Bauvoranfrage an das Pankower Bauamt ist kürzlich jedoch negativ beschieden worden, obwohl Matthias Großkopf – nach einem ersten Negativbescheid Anfang des Jahres – bereits eine zweite, angepasste Planung eingereicht hatte. Das geplante Nutzungsmaß füge sich nicht in die nähere Umgebung ein. »Vom Maß der baulichen Nutzung her ist das Vorhaben nicht zulässig«, steht in einem Schreiben an den Karower…

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Maezen KirchturmMäzen dringend gesucht
Kirchturm-Projekt für Buchs Schlosskirche braucht dringend Förderung
Die Bucher Schlosskirche, zwischen 1731 und 1736 erbaut, verlor ihren Turmaufsatz in einer Kriegsnacht im November 1943 durch eine Brandbombe. Seitdem verbringt die schöne Barockkirche in Alt-Buch unbehaubt ihr Leben. Das soll sich ändern, erklärte eine Gruppe von Schlosskirchenverehrern vor knapp zehn Jahren. Ein Förderverein wurde gegründet.
Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist viel passiert. Die Mitgliederzahl des Vereins stieg auf 215. Über 510.000 Euro wurden mit Spenden und durch zahlreiche Benefizveranstaltungen für das Projekt gesammelt. Doch eine öffentliche Förderung blieb bis heute aus. Das ist schmerzlich, denn die benötigte Bausumme beträgt 2,45 Millionen Euro. »Auf eine öffentliche Förderung sind wir unbedingt angewiesen«, erklärte Dr. Hermann Kleinau, der Vorsitzende des Fördervereins. »Inzwischen ist auch der dritte Antrag an die Lotto-Stiftung Berlin trotz politischer Unterstützung … zurückgewiesen worden«…
Foto-Collage: Rolf Kranke

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Betriebsrat Stein»Erfolge und Enttäuschungen«
Helios-Betriebsratsvorsitzender Rainer Stein im Gespräch über sein Leben und seine Arbeit
Rainer Stein, Jahrgang 1953, ist Konzernbetriebsratsvorsitzender der Helios Kliniken GmbH, dem größten Klinikbetreiber Deutschlands, mit rund 70.000 Beschäftigten in 112 Kliniken. Am Standort Buch mit seinen mehr als 2.750 Mitarbeitern ist Stein Betriebsratsvorsitzender. Er ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.
Am 9. Oktober wird Rainer Stein mit dem Kilian-Tegethoff-Preis der Ärztegewerkschaft Marburger Bund im Rahmen einer Festveranstaltung in Berlin geehrt.

BB: Wenn Sie die Zeit im Helios-Klinikum Berlin-Buch Revue passieren lassen, welche Erfolge halten Sie sich und dem Betriebsrat zugute?
Rainer Stein: Die tägliche Arbeit besteht immer aus Erfolgen und Enttäuschungen gleichermaßen, aber ich möchte drei positive Beispiele hervorheben, die Auswirkungen für eine große Anzahl Mitarbeiter hatten und haben und mir und dem Betriebsrat deshalb viel bedeuten.
Erstens ist es in der großen Phase der Umstrukturierung vor Bezug des Klinik-Neubaus in Buch vor 2007 gelungen, den Arbeitgeber gerichtlich zu verpflichten, mit uns einen Rahmensozialplan abzuschließen. Für damalige Verhältnisse konnten wir relativ gute Abfindungskonditionen für die Beschäftigten, die gehen wollten oder mussten, verhandeln. Das war ein Erfolg, weil wir die Auswirkungen der Umstrukturierung abmildern und damit vielen Menschen helfen bzw. beraten konnten, damit jeder für sich den besten Weg finden konnte.  
Zweitens meinte der damalige Geschäftsführer Jörg Reschke, im Zusammenhang mit dem Neubau könne das Klinikum mal eben auf 100 Vollkräfte im Pflegedienst verzichten und hat das auch durchgesetzt. Die Leute fehlten sofort, die Unzufriedenheit wuchs. Wir haben damals eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die man uns zunächst untersagen wollte, obwohl es das Recht des Betriebsrates ist, solche Befragungen durchzuführen. Wir haben sie durchgesetzt und sind mit den Ergebnissen in die Öffentlichkeit gegangen. Binnen kürzester Zeit wurden dann wieder mehr als 100 Vollkräfte eingestellt, die Maßnahme also korrigiert. Das alles hat drei bis vier Millionen gekosten, Geld für Abfindungen etc.
Drittens haben wir erreicht, dass in den Dienstplänen die Interessen der Beschäftigten stärker berücksichtigt werden müssen…

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Keramikerin WeiseDie Engelmacherin an der Deponie
Zepernickerin modelliert Kleinfiguren aus Ton
»Begonnen habe ich mit der Keramikarbeit gleich nach der Wende und zwar mit Engeln. Vorher hatte ich auch schon Figuren aus Salzteig gestaltet«, erzählt Bettina Weise, die an der Kunsthochschule in Weißensee Grafik studiert hat. Aber eigentlich hat die künstlerische Laufbahn der Zepernickerin schon viel früher begonnen. Mit 16 Jahren arbeitete sie als Mosaiksetzerin in der Werkstatt Heinrich Jungebloedt – Mosaiken in Eichwalde-Schulzendorf. (Das bekannteste Mosaik dieser Werkstatt in Berlin ist das Bert-Heller-Mosaik am Café Moskau in der Karl-Marx-Allee).
Jetzt modelliert sie Kleinfiguren aus Ton und stellt Formen her, deren Modelle sie im eigenen Ofen brennt: Gießen, Trocknen, Ausformen, Brennen (24 h), Bemalen, Glasieren, Glasurbrand, Abkühlen – alles zusammen dauert das etwa eine Woche. Seit April diesen Jahres kann man die Figuren auch direkt bei ihr über das Internet bestellen (www.bw-keramik.net).
Bettina Weise ist für »BB«-Leser keine Unbekannte. Gemeinsam mit Ehemann Alfons fertigt und präsentiert sie am Hang der Schwanebecker Deponie in der Lübecker Straße künstlerische …

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Öffentlicher Wegebau in Buch
Zum Tag der offenen Tür der neuen Flüchtlingsunterkunft (MUF) in der Bucher Wolfgang-Heinz-Straße im Juni hatte man den Anwohnern vollmundig versprochen: der öffentliche Gehweg entlang der MUF werde schnellstmöglich in Ordnung gebracht und das Umfeld gepflegt. Viele Wochen ist seither nichts passiert. Obendrein funktioniert auch die Beleuchtung auf dem Weg Richtung S-Bahnhof wieder nicht.
Der Vorsitzende des Bürgervereins, Steffen Lochow, kümmerte sich und fragte beim Bezirksamt Pankow mehrfach nach. Nach Rücksprache mit der Senatsverwaltung hat Pankows Flüchtlingskoordinatorin Birgit Gust jetzt eine gute Nachricht zu vermelden. Die Verlängerung der Wolfgang-Heinz-Straße an der MUF vorbei werde geschottert und erhalte eine Beleuchtung, der Weg westlich der  MUF Richtung Bahnhof bekomme eine Bitumendecke, wird auf 4 m verbreitert und wieder beleuchtet. Zunächst sollen die Stromkabel verlegt, anschließend die Wege hergestellt werden…

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Kunst1Schöne Idee für Buch
Ludwig-Hoffmann-Quartier Buch lud zur 48-Stunden- Kunst-Entdeckung
Der Welt ist mehr Kunst zu wünschen. Kunst macht froh, manchmal auch glücklich. Und sie kann den Blickwinkel auf Dinge verschieben und neue Sichten entstehen lassen. Das Experiment des Ludwig-Hoffmann-Quartiers Buch ging auf. Während einer 48-Stunden-Kunst- aktion vom 15.-17. September (»48h LHQ«) auf dem Gelände veränderte sich durchaus der Blick auf das alte, denkmalgeschützte Areal. Da wisperten die Bäume, (Audio-Projekt von Albert Raven). Mal schrill, mal flüsternd tönte es aus dem Blätterwerk, viele Besucher blieben stehen, ließen sich von der Stimme der Schauspielerin Tilla Durieux mal anziehen, mal weitertreiben.

Kunst2Ein Höhepunkt war auch die visuelle Installation »The DNA of History« der renommierten Fotografin Sabine von Breunig im Flur des Hauses 13 und an der Außenfassade. »Eine großartige Idee«, staunte eine Besucherin. »Auf diesen außergewöhnlichen Veranstaltungsort muss man erst mal kommen«. …

Kunst3

 

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