Natur & Umwelt

Imker

Heilmittel Bienensauna?
40 Prozent der Bienenvölker haben in der Region den Winter nicht überlebt – ein Ingenieur will die wertvollen Insekten mit Wärme schützen
Bei uns Menschen ist die Sache klar: Saunagänge stärken das Immunsystem und helfen, gesund zu bleiben. Doch wirkt so eine Wärmebehandlung auch bei Bienen? Richard Rossa, Diplom-Ingenieur und Bienenkenner, sagt  Ja. Er will mit seiner Bienensauna das Sterben der so wertvollen Insekten stoppen und stellte seine Methode auf dem Gut Hobrechtsfelde vor.
Die Nachrichten sind dramatisch: Mehr als 40 Prozent der Bienenvölker Brandenburgs haben nach Angaben des Imkerverbands den Winter nicht überlebt.

Die Hauptursachen seien die Varroamilbe, die Ausbreitung von Mäusen und der Klimawandel, sagte Verbandssprecher Holger Ackermann. »So ein großes Sterben hat es in Brandenburg seit mindestens zehn Jahren nicht mehr gegeben.« Normal sei ein Verlust von etwa 10 bis 15 Prozent der Völker im Winter.
Geht es um schädliche Faktoren fallen seit Jahren verschiedene Namen: Mal Pestizide, mal Antibiotika-Behandlungen. Eine große Gefahr aber gilt als sicher: Varroamilben leben als Parasiten im Bienenstock und saugen die Arbeiterinnen sprichwörtlich aus. Mit Gift und Säure versuchen Imker bisher, der Plage Herr zu werden…

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Waldweide KappelPferde sind absoluter Renner
Waldweide-Projekt: Austausch der Rinderrassen / neue Bildungsprojekte
Die Pferde sind der absolute Renner bei den Besuchern«, erklärt Romeo Kappel, der Leiter des Forstamtes Pankow. Daran gebe es keinen Zweifel. Das sei festzumachen an der Zahl der Spaziergänger, die es in Deutschlands größtem Waldweideprojekt zwischen Karower Teichen und Schönower Heide vor allem zu den Koniks ziehe, aber auch an Bürgeranfragen an das Forstamt Pankow. Romeo Kappel könne diese Begeisterung nachvollziehen, sagt er. Aber er sieht auch die Probleme.
Sichtbar wurden die in den vergangenen Monaten beispielsweise auf dem Waldstück an der Hobrechtsfelder Chaussee/ Wiltbergstraße. Viel zu lange und ohne regelmäßige Kontrolle durch Forstmitarbeiter weidete hier eine Herde Koniks. Als die Pferde nicht mehr genug Fressbares fanden, machten sie sich über die Rinden der alten Buchen her. Dutzende mussten gefällt werden. »Wenn wir dort wieder Pferde weiden lassen, dann werden die Huteflächen täglich kontrolliert«, so Kappel.
Waldweide PferdeverbissDie Zahl von 20 Wildpferden soll konstant bleiben, fügt der Amtsleiter hinzu. »Die Verbissschäden an den mühsam durch uns gepflanzten und gepflegten Bäumen könnten wir sonst nicht unter Kontrolle halten. Ende letzten Jahres haben wir deshalb die Hengste aus der Herde herausgenommen. Momentan gibt es noch fünf Fohlen auf der Fläche. Die Tiere dürfen in ihrem jetzigen Verband gemeinsam alt werden. Wir wollen sehen, wie sich die Gesundheit der Tiere entwickelt.« Leider füttern manche Besucher die Pferde. »Das kann schwere Koliken verursachen«, warnt der Forstmann. Dass es bei den Forsten ein Umdenken gab, hat aber mit anderen gesundheitlichen Gefärdungen der empfindlichen Jung- und Muttertiere sowohl bei Pferden als auch Rindern zu tun. Die Arten zeigten sich nicht so widerstandsfähig wie gedacht. Einige Tiere erkrankten, einige starben gar…
Pferde-Foto: Axel Lüssow

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