Natur & Umwelt

Pferde HutewaldDie Pferde sind wieder da
Manch einer wird es schon bemerkt haben, seit kurzem sind wieder Pferde im Bucher »Hutewald« direkt an der Ampel an der Ecke Hobrechtsfelder Chausse/Wiltbergstraße zu sehen. Sie waren vom Beweider aus der Fläche genommen worden, weil es gravierende Verbissschäden gegeben hatte, in deren Folge zahlreiche alte Buchen gefällt werden mussten. Nun soll mehr kontrolliert werden. Zudem ist die Waldweidefläche für die Tiere seit vergangenem Jahr größer geworden und schließt jetzt auch einen Teil des Naturschutzgebietes mit ein.
»Leider sind es nicht die im Herbst nach Thüringen transportierten Fjordpferde, die jetzt hier weiden, aber unter den vier Koniks gibt es gute Bekannte«, berichtet Axel Lüssow von der Bürgerinitiative »Pro Weidetiere«.

»Es ist zum einen ein sehr freundlicher Konik-Wallach, der wieder zurückkommen durfte, und eine selbstbewusste Konik-Stute mit kesser Jährlings-Begleitung, beide aus der Fläche ‘Schönerlinder Teiche’. Außerdem eine Konik-Stute aus Thüringen, die noch nicht gemerkt hat, dass man als Pferd in Berlin vor Menschen keine Angst haben muss.«…
Fotos: Axel Lüssow

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Naherholung vor den Toren Buchs
Wie steht es um die Qualität der Ausflugsziele – Thema des jüngsten Bucher Bürgerforums    
Das, was Buch ganz besonders lebenswert macht, ist seine grüne Umgebung. Direkt an der S-Bahn erstreckt sich die Moorlinse, die sich zu einem einzigartigen Biotop für Rast- und Zugvögel entwickelt hat, selbst Bird Watcher aus England kamen extra hierher, um seltene Arten zu beobachten. Nur ein paar Schritte hinter der nordwestlichen Wohnbebauung beginnt der Bucher Wald. Noch ein Stückchen weiter erstrecken sich Bogenseekette, Lietzengrabenniederung und Karower Teiche, zur anderen Seite öffnet sich die halboffene Landschaft des Hobrechtswaldes, der einst eine riesige, müffelnde Rieselfeldfläche um das Dörfchen Hobrechtsfelde war. Heute zieht sich die Skulpturenlinie »Steine ohne Grenzen« durch das Gebiet. An der nordwestlichen Grenze von Schönow befindet sich die Schönower Heide, einst militärisches Übungsgelände – heute ein Naturschutzgebiet. Nur 7 km vom S-Bahnhof Buch entfernt lädt der Gorinsee und nahe Wald zum Baden, Gasthausbesuch oder Spazierengehen. Die Besonderheit: seit 2011 läuft Deutschlands größtes Waldweide-Erprobungsprojekt auf den Flächen. Robustrinder und Pferde leben hier ganzjährig in ihren Familienstrukturen unter freiem Himmel. Das kommt an. Viele Städter haben den Ort der Erholung und Naturbeobachtung für sich entdeckt.
In Buch sind zahlreiche neue Wohnungen geplant, Blankenburg wächst um tausende Einwohner. Naherholung vor den Toren Berlins wird in den kommenden Jahren eine zunehmende Rolle spielen. Wie sich die Potenziale weiter entwickeln werden, sollte deshalb Thema des Bucher Bürgerforums im Mai sein. Die geladenen Podiumsgäste sprachen vor allem vom Ist-Zustand, konkrete Zukunftsvorhaben – außer für das Gut Hobrechtsfelde – kamen kaum zur Sprache.
Pankows Forstamtsleiter Romeo Kappel erklärte, seine wichtigste Aufgabe sei, den Erholungswald zu schützen und zu erhalten…

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