Sellheimbrückenbau verschoben 2027 sind Instandsetzungsmaßnahmen geplant / Baustart für den Ersatzneubau nicht vor 2030 Die wichtigste Verbindung zwischen Blankenburg und Karow ist die Sellheimbrücke. Die aus dem Jahr 1958 stammende Brücke überspannt Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Ihr baulicher Zustand ist kritisch, deshalb plant die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt seit langem einen Ersatzneubau. Perspektivisch steht auch die Infrastrukturmaßnahme i2030 an, das heißt die Verlängerung der S75 von Wartenberg zum Karower Kreuz mit der neuen Bahnstation Sellheimbrücke. Deshalb müssen auch die Straßenrampen in Verbindung mit den Gleisanlagen der Bahn erneuert werden. Der vorgesehene neue Haltepunkt wird an die Brücke angebunden und erfordert nicht zuletzt neue Fuß- und Radwegbereiche. Die logistischen Herausforderungen sind komplex.
Ballonplatz ohne Bäume Nicht nur die direkten Anwohner des Ballonplatzes in Neu-Karow sind geschockt. Insgesamt 27 Silberahorne wurden hier im Februar gefällt. Kerngesunde Bäume, die seit den 1990er Jahren versuchten, in den Himmel zu wachsen. »Die straßenbegleitenden Bäume zwischen den Pkw-Parkstreifen und dem Bürgersteig müssen alle gefällt werden. Es handelt sich hierbei um ein Privatgrundstück der berlinovo«, informierte Ulrich Kaliner, Leiter der Unternehmenskommunikation. Die Verkehrssicherheit im Bereich des Bürgersteigs sei durch Wurzelwachstum nicht mehr gegeben gewesen.
Grünes Herz im Nordosten Berlins Ab 2027 werden am Stadtrand neue Windräder geplant Die Zukunft Berlins liegt nicht im hippen Prenzlberg oder im reichen Zehlendorf. Geht es um Energie, liegt die Zukunft der deutschen Hauptstadt im Nordosten, direkt vor unserer Haustür. Hier sollen ab 2027 viele neue Windkraftanlagen entstehen – auf drei von insgesamt acht »Windenergiegebieten«, welche das Land Berlin nach dem neuen Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) ausweisen muss. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen an den CDU-Abgeordneten Johannes Kraft aus Karow hervor.
»Was für ein Glück ich hatte« Festveranstaltung zum 95. Geburtstag von Prof. Erhard Geißler im Bucher Max-Delbrück-Centrum Einer der ganz Großen der genetischen Forschung«, mit diesen Worten hat der Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Prof. Detlev Ganten, den Virologen, Genetiker, Friedensforscher und Abrüstungsexperten Prof. Erhard Geißler zu seinem 95. Geburtstag gewürdigt. Der MDC-Freundeskreis ehrte den Jubilar in seiner Veranstaltungsreihe »Musik trifft Wissenschaft« mit einem Klavierabend am 28. Januar 2026 im MDC-Kongresszentrum. »Was für ein Glück ich hatte« zitierte Prof. Ganten in seiner Laudatio das Motto, mit dem Prof. Geißler auf sein Leben blickt. Berlin-Buch, so betonte Ganten, war eines der Zentren der genetischen Forschung in Deutschland.
Die eigene Anständigkeit bewahren In der Bucher Akademie der Gesundheit wurde der Opfer der Euthanasie gedacht Buch ist Tatort. In den Jahren 1935 bis 1942 gab es in den Krankenanstalten ein Zunahme der Todesfälle von etwa 8.000 Patienten. Außerdem sind im Rahmen der »Euthanasie-Aktion T 4« ab 1940 etwa 3.000 Bucher Patienten in entfernte Tötungsanstalten transportiert und dort in Gaskammern oder durch Medikamente und Essensentzug umgebracht worden. All das fand die 2020 verstorbene Bucherin Rosemarie Pumb heraus, die in den 2000ern jahrelang in Archiven gesessen und u. a. zehntausende Sterbeurkunden und Krankenakten gewälzt hat, um zu dokumentieren, was in der Heil- und Pflegeanstalt Buch in der Zeit des Nationalsozialismus geschah – und wie die Nachwelt mit ihrem düsteren Erbe umging. (…)