Geschichte

Spaziergang HufelandcampusDurch den Hufeland-Campus
Am Samstag, dem 15. Juni, startet Manfred Pinkwart den dritten historischen Spaziergang in diesem Jahr. Im Mittelpunkt steht das Areal zwischen der Schwanebecker Chaussee und Lindenberger Weg in Buch. Es wurde einst als 3. Berliner Irrenanstalt gebaut, später wurde es ein Hospital, dann ein Krankenhaus und ist heute der Hufeland-Campus mit drei Krankenhäusern und zwei Bildungseinrichtungen.
Vor 20 Jahren  begann der Bau des Haupthauses von Helios. Sieben Gebäude aus der Ludwig-Hoffmann-Zeit  wurden im Auftrag des Helios-Unternehmens rekonstruiert. Fünf Häuser werden von der Evangelischen Lungenklinik und zwei von der Rheuma-Klinik genutzt. 
Treffpunkt: 10 Uhr am Haupteingang von Helios, Schwanebecker Chaussee 50.


Nachkriegszeit in Blankenburg (6)
Was haben Zeitungen zwischen 1945 und 1954 über Berlin-Blankenburg berichtet? Christel und Rainer Winkelmann haben in drei Tageszeitungen – Berliner Zeitung, Neue Zeit (Organ der Ost-CDU) und Neues Deutschland – recherchiert und Texte zusammengetragen. Den Zitaten stellten die Blankenburger Autoren historische, vorwiegend Berliner Ereignisse und eigene Gedanken gegenüber. Einige Auszüge:

Das Jahr 1947
Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 47 wurde der Staat Preußen am 25.  Februar 1947 aufgelöst und Berlin war dadurch nicht mehr preußische Hauptstadt. Ob es eine der vielgerühmten preußischen Tugenden war, der sich pflichtgetreue Mitarbeiter einer Behörde verpflichtet fühlten, als sie den sicherlich aussichtslosen Kampf gegen den Verkauf von »Kitschartikeln« aufnahmen? Die Berliner Zeitung wusste jedenfalls über solch eine Posse in ihrer  Ausgabe vom Sonntag, dem 5. Oktober 1947, zu berichten: »Nachahmenswert. Bei der Überprüfung von zwanzig Blankenburger Geschäften stellten die Wirtschaftsprüfer und die Preispolizei eine Unmenge untragbarer Kitschartikel fest, die beschlagnahmt wurden. Der Verkauf solcher Artikel soll in Zukunft nicht mehr geduldet werden. Bis Ende des Jahres ist die Überprüfung aller Blankenburger Betriebe vorgesehen, um eine weitere Produktion derartiger Kitschartikel zu unterbinden«. 

Das Jahr 1948
In Deutschland und Berlin spitzten sich die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gegensätze zwischen Ost und West immer weiter zu. Die Folge war die Einführung der D-Mark (West) durch die West-Alliierten am 18. Juni 1948. Daraufhin wurde auch in der sowjetisch besetzten Zone eine neue Währung, die D-Mark (Ost), etabliert, die für ganz Berlin als Zahlungsmittel gelten sollte.  Nun zogen ihrerseits die Westalliierten nach und führten die West-DM auch im Westteil Berlins ein. Im Anschluss daran kam es zur bekannten Blockade der Berliner Westsektoren durch die sowjetischen Besatzer und die Versorgung der Bevölkerung durch die sogenannte Luftbrücke der Westalliierten, die bis zum Mai 1949 andauerte. Fast zur gleichen Zeit, etwa ab April des Jahres 1948, ging eine Initiative durch alle deutschen Lande und Berlin, in der zu einem Volksbegehren aufgerufen wurde, das in einen Volksentscheid für die Einheit Deutschlands münden sollte. Der Zeitraum für das Volksbegehren wurde vom 22. Mai – 13. Juni 1948 festgelegt. Die Berliner Zeitung vom  1. Mai 1948 propagierte, wie  alle Zeitungen der SBZ, vehement die Teilnahme der Bevölkerung an dem bevorstehenden Begehren, indem sie unter dem Titel »Gegen die neuen Weltbrandstifter« schrieb: »Im Mai beginnen die Einzeichnungen für das Volksbegehren, das einen Volksentscheid über die Einheit Deutschlands fordert. Dazu ist die Mai-Demonstration ein Vorspiel und Auftakt. Jeder der heute dabei ist, gibt seine Stimme für das Volksbegehren«.…

Ausführlicher in der Printausgabe