Geschichte

Denkmal ChorNeue Perspektive für Campus Buch
Betreiberin des Campus Berlin-Buch wird
Sei ein Teil am Denkmal!
Kunstaufstellung« – wies am 23. Juni ein großes Schild den Weg vom Parkplatz »Steine ohne Grenzen« an der Hobrechtsfelder Chaussee bis zum rund 400 m entfernten neuen Denkmal, das Teil einer Skulptur ist, die an Otto Freundlich (und seine Lebensgefährtin) erinnern soll. Der andere Teil wird im Geburtsort des jüdischen Künstlers, der im Konzentrationslager starb und dessen Werke von den Nazis als entartet verfemt wurden, in Slupsk (Polen) aufgestellt.Denkmal Chor»Sei_ein_Teil_am_Denkmal« haben die Steinbildhauer Silvia Fohrer und Rudolf J. Kaltenbach das Skulpturenprojekt bezeichnet (»BB« berichtete). Ausdruck für ihr Anliegen, ein gemeinsames Werk zu kreieren, das eine Idee verfolgt: Europa mit Skulpturen für Menschlichkeit und gegen Krieg, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu verbinden.

Denkmal

Zahlreiche Interessierte, unter ihnen Schüler, Künstler und Anwohner, hatten in mehreren Wochen das Werk geschaffen. Nach der Einweihung am Rande des Hochwaldes – mit dem »Vokalensemble Audite« (Foto oben) und Worten der Projektinitiatoren – waren die anwesenden Gäste aufgerufen, kleine Zettel mit ihren Botschaften gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in die vorgebohrten Öffnungen des Denkmals zu stecken und damit unsterblich zu machen (Foto links). Anschließend wurden Sonnenblumen um die Skulptur gepflanzt.


 


Ein Krankenhaus und seine Finanzen (2)
Rückblick auf Buchs Klinikum zu Zeiten von D-Mark und Euro aus Finanzsicht
Am 1. 7. 1990 wurde die D-Mark eingeführt. Die Umbewertung der finanziellen Mittel des Klinikums Buch auf den Bankkonten erfolgte im Verhältnis 1:1. Das vorhandene Geld hätte nicht einmal 10 Tage für den Krankenhausbetrieb gereicht. Ich war seit 1973 als Abteilungsleiter für die Finanzen des Klinikums zuständig. Die Frage stand vor uns, wie das Krankenhaus künftig finanziert werden sollte? Offen war auch, woher das Geld für die zwei neuen Örtlichen Bereiche an der Hobrechtsfelder Chaussee (VI, VII) kommen sollte.
Es wurde eine ganz einfache Lösung für ein halbes Jahr gefunden: Es gab zwei Kostenträger; die Sozialversicherung und das Land Berlin. Wir mussten unsere Einnahmen und Ausgaben monatlich nachweisen. Das Zahlenmaterial brachte ich – noch vor den Zeiten von Email-Möglichkeiten – persönlich zur Sozialversicherung. Dort wurde es von je einem Mitarbeiter der SV und der AOK geprüft. Gab es keine Beanstandungen, erfolgte die Freigabe von 20 Millionen DM. Diese Regelung galt bis zum 31. 12. 1990.
Neben den betrieblichen finanziellen Mitteln befanden sich auch Gelder der Gewerkschaft auf deren Konten. 1993 regelte eine betriebliche Vereinbarung die Verwendung. So wurden 15 Jahre lang die Seniorenweihnachtsfeiern des Klinikums mit Gewerkschaftsgeldern bezahlt.
1991 bekam das Klinikum Buch eine neue Leitung. Ein langgedienter Verwaltungsleiter aus dem Krankenhaus Moabit kam nach Buch. Im gleichen Jahr wurde die erste Pflegesatzverhandlung geführt. Ein Pflegesatz in Höhe von 241 DM pro Bett, für ein halbes Jahr, war das Ergebnis. Dieser Pflegesatz erhöhte sich im zweiten Halbjahr 1991 auf 255 DM. Ab 1992 fanden jährlich Pflegesatzverhandlungen mit den Krankenkassen statt.
Die Finanzierung des Krankenhauses hatte sich damit grundlegend gewandelt. Die Leistungen der Kliniken und Institute waren nun die Grundlage der Abrechnung…

Ausführlicher in der Printausgabe