Geschichte

ZiegelSchön und solide – märkische Ziegel
Die Sonderausstellung »schön.solide, Märkische Ziegel für den Berliner Nordosten« wird bis zum 11. November im Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227/228, gezeigt.
Auch im heutigen Stadtbezirk Pankow entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Wohnviertel und Industrieanlagen, Sozialbauten und Anlagen der städtischen Infrastruktur auf Wiesen und Äckern der Dörfer am nordöstlichen Stadtrand Berlins in Ziegelbauweise. Durch die Bautätigkeit in Berlin erlebte die Brandenburgische Ziegelindustrie einen enormen Aufschwung. Ihre Blüte hielt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges an. Der märkische Ziegel blieb so lange uneingeschränkt »der Stoff, aus dem Berlin gebaut ist«, bis ihn im Verlauf des 20. Jahrhunderts Beton und Stahl verdrängten.

Die Schau behandelt die Geschichte der märkischen Ziegelindustrie und der Baugeschichte des Berliner Nordostens. Neben der Produktion der Ziegel erinnert sie an die Wechselwirkungen zwischen dem Stadtwachstum Berlins und den industriellen Veränderungen in den Städten und Dörfern Brandenburgs, in denen sich Ziegeleiunternehmen ansiedelten. Vorgestellt werden Baugeschichten und heutige Nutzungen ausgewählter Pankower Ziegelgebäude, darunter auch das Pankower Museumsgebäude und die direkt angrenzenden Bauten des ehemaligen Wasserwerks und der Immanuelkirche.
Schon bevor die märkischen Ziegeleien für das bauliche Wachstum Berlins sorgten, wurden Ziegel auch auf dem Gebiet des heutigen Stadtbezirks Pankow gebrannt. So entstand der heutige Helmholtzplatz inmitten des Prenzlauer Bergs auf den Trümmern eines Ziegelbrennofens.
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10-18 Uhr, der Eintritt ist frei.