Aktuelles

Baustelle WiltbergstrasseBuchs Verkehrsader bis Frühjahr verstopft
Warum es auf der Bucher Straßenbaustelle so schleppend vorangeht
Halbzeit auf der Baustelle Wiltbergstraße/Karower Straße/Lindenberger Weg in Buch. Im Februar hatte der Ausbau dieses Straßenabschnitts begonnen. Zwar kann dieser Bereich trotz Baugeschehens passiert werden, in den täglichen Spitzenzeiten zwängt sich der Verkehr aber wie durch ein Nadelöhr, Stau ist angesagt. »Bereits zu Beginn der Maßnahme kam es wiederum zu Baubehinderungen durch nicht ausreichend dokumentierten Leitungsbestand«, sagt Bauleiter Frank Kirsch…

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Verkehr Johannes KraftVernünftige Infrastrukturpolitik muss her
Seit rund einem Jahr wird der Nordosten Berlins durch unkoordinierte Baustellen bei Bahn, Autobahn, Bundes- und Landstraßen von massiven Staus heimgesucht. Trotz der nicht einmal für die Ist-Situation ausreichenden Infrastruktur planen die Behörden Zehntausende neue Wohneinheiten in Blankenburg, Buch, Karow und Französisch Buchholz. Da zur Bewältigung der neuen Verkehrsströme lediglich die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 zum Bahnhof Blankenburg geplant ist, steht die Region vor dem Verkehrs-Kollaps. Bürgervereine und Initiativen erarbeiteten dazu jetzt ein Positionspapier, in dem u. a. ein Mobilitätszentrum (neudeutsch Mobilitätshub) zwischen Bucher Str., A114, Schönerlinder Str. und S-Bahn-Außenring gefordert wird, um die Lage zu entlasten (BB berichtete). Die Berliner CDU will zudem die Tarifzone AB aufs Brandenburger Umland ausweiten. Wie es mit dem Mobilitätshub weitergeht, fragten wir den CDU-Fraktionschef in der Bezirksverordnetenversammlung Johannes Kraft aus Karow.
»BB«: Wie sollen die Pläne umgesetzt werden?
Johannes Kraft: Wir haben den Antrag zum Mobilitätshub am 11. September im Rahmen der letzten Tagung der BVV eingebracht für die Vereine und Initiativen, die dieses Positionspapier erarbeiteten. Das Ganze ist jetzt in den entsprechenden Ausschuss überwiesen und wird dort in den nächsten Wochen beraten. Bei manch einem Bezirksverordneten gibt es aber offenbar eine zurückhaltende Position. Nicht, weil sie nicht auch Bahnen oder Busse toll finden, sondern weil sie die geplanten P&R Parkplätze nicht wollen. Begründung: Parkplätze sind für Autos da, und Autos sind per se schlecht.
»BB«: Auch, wenn die Parkplätze die Autos aus der Stadt heraus halten und die Bürger auf die Öffentlichen umsteigen?
J. Kraft: Ja, leider. Diese Argumente gab es in den letzten Jahren mehrfach, etwa wenn es um die Konzeption von Parkflächen in Stadtrandlagen ging. Die Leute auch aus dem Brandenburger Land sollen am liebsten zu Fuß oder mit dem Rad zum S-Bahnhof kommen.
»BB«: Aber weder gibt es akzeptable Abstellmöglichkeiten für Räder, noch ist ganzjährig Sommer…
J. Kraft: Seit mindestens acht Jahren kämpfen wir um vernünftige und gesicherte Abstellanlagen und -Bügel am Bahnhof Karow, bisher ohne Erfolg. Natürlich brauchen wir neue Konzepte für den innerstädtischen Verkehr, weil wir ja bereits heute im Berufsverkehr praktisch ständig im Stau stehen. Aber es ist kein Konzept, das Auto einfach zu verbieten, was die Folge nicht existierender Parkplätze wäre…

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Tipp: Am 15. 10., 19 Uhr spricht Jens-Holger Kirchner, Beauftragter für Infrastrukturprojekte, zum Thema »Verkehr im Nordostraum« in der Stadtmission, Alt-Karow 8.


SportplatzeinweihungSportplatz endlich wieder offen
Sportanlage in Buch wurde mit Stadtumbau-Mitteln umfassend saniert
Sportaffine Bucherinnen und Bucher mussten sich lange in Geduld üben. Seit Juni 2018 war die große Sportfläche neben der Marianne-Buggenhagen-Schule in der Ernst-Busch-Straße 27 eine große Baustelle. Nun, am 17. September, ist der sanierte Sportplatz wieder eröffnet worden. Die Nutzer freut es – das ist vor allem die Marianne-Buggenhagen-Kör- perbehindertenschule, die ihren Sportunterricht nun wieder unter besten Bedingungen und ganz in der Nähe abhalten kann, aber auch die Hufeland-Schule in der Walter-Friedrich-Straße. Erleichtert sind aber auch verschiedene Bucher Sportvereine, insbesondere Blau-Weiß Buch und der SV Berlin-Buch, die in den vergangenen Monaten Gast auf Sportanlagen in der weiteren Nachbarschaft waren und nun endlich wieder vor ihrer Haustür Sport treiben können.
Zur Eröffnung wurde zünftig ein Band durchschnitten – von Pankows Stadtrat für Schule, Sport, Facility Management und Gesundheit, Torsten Kühne, Schulleiterin Heidrun Seele und Ausnahmesportlerin und Namensgeberin der Bucher Schule, Marianne Buggenhagen…

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Deponie VenusPhantasievolle Deponie-Venus
Schwanebecker Ehepaar hat ihre Objektgalerie in der Lübecker Str. erneut erweitert
Die Weises betreiben einen Skulpturenpark entlang der Lübecker Straße. (»BB« berichtete mehrfach). Mit zu den ersten Schöpfungen gehört die »Deponie-Venus«. Jedes Jahr wächst die Freiluftgalerie um etwa 20 neue Objekte. Insgesamt sind es jetzt fast 300 originelle Skulpturen, die von dem Paar aus Schwanebeck geschaffen wurden. Seit 2005 pflegen sie dieses für alle sichtbare Hobby. In einer Fototabelle am Galeriezaun sind die Objekte mit ihren phantasievollen Namen in Kurzfom aufgeführt.
Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit von Bettina Weise liegt in der Herstellung der Keramikteile und deren Bemalung. Sie stellt auch Kleinfiguren aus Ton her, deren Modelle sie im eigenen Ofen brennt: Gießen, Trocknen, Ausformen, Brennen (24 h), Bemalen, Glasieren, Glasurbrand, Abkühlen – alles zusammen dauert etwa eine Woche. Künstlerisch besonders besticht ihr Flügelaltar von Ravenna auf der grünen Wiese. Aber natürlich ist das Ganze Teamarbeit …

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Troedelcafé SeidelTrödelmarkt als Gottes Spielwiese
Pastor Stefan Seidel von der Berliner Stadtmission organisiert seit fünf Jahren das Trödel-Café in Karow
Von April bis zum Samstag vor dem 1. Advent bilden sich monatlich an einem Donnerstag und einem Sonnabend vor der Stadtmission Alt-Karow dicke Trauben von Menschen. Ganze Busladungen Interessierter erscheinen zum Trödel-Café. Kunden und Spender kommen aus dem ganzen Stadtgebiet – von Spandau bis Treptow, von Marzahn bis Lichtenberg. Donnerstags 500 Leute, samstags zwischen 1.000 und 2.000.
Seit fünf Jahren organisiert Pastor Stephan Seidel (41, verheiratet, zwei Kinder) im Gemeindehof den Trödel. Die Gaben sind ausschließlich Sachspenden, die in einem Unterstand auf dem Hof abgestellt werden können. Jeder kann dort abgeben, was gut erhalten ist, nur keine Großmöbel oder Fernseher. In vielen Haushalten fallen zu verschiedenen Anlässen z. B. Geschirr, Kleidung, Spielsachen und Bücher an, die von Erben bei der Stadtmission abgegeben werden, weil die Menschen wissen, dass die Dinge hier in guten Händen sind und für andere wieder von Nutzen sein können. »Wir bekommen alles, und das ist toll, weil wir dadurch eine große Bandbreite haben: Vom Buch über den Mantel bis zur Stereoanlage. Haushaltswaren, ausgestopfte Fische… alles dabei. Es ist unser großes Glück, dass die Menschen uns das anvertrauen.«
Was geschieht mit den Gaben? Mit den Sachspenden arbeiten rund 40 Ehrenamtliche, fast alles Senioren. »Sie sind die Hände und Gesichter der Gemeinde«, sagt Seidel. Mittwochs gibt es ein Frauen- oder dienstags ein Männerfrühstück, wo gemeinsam gegessen wird und verschiedene Lebens- und Glaubensthemen besprochen werden. Jeder ist hier willkommen, egal ob sie oder er im Trödel mitarbeiten…

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