Aktuelles

GrundschulbauSchulen noch nicht fit für die Zukunft
Spätestens 2023 geht in Buch neue Grundschule an der Karower Chaussee in Betrieb
Sind Buchs Schulen und Sportanlagen fit für die Zukunft? – das war das Thema des BürgerForums Ende Februar. Die Frage muss mit Nein beantwortet werden. Im Ortsteil fehlen – genau wie in ganz Berlin ­– Schulplätze, die Sanierung bestehender Gebäude geht nicht bzw. sehr langsam voran, Außensportanlagen und Hallenkapazitäten reichen nicht aus.
Der Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facilitymanagement, Torsten Kühne, blickt dennoch optimistisch auf die kommenden Jahre. »Ich bin froh, dass ich im Rahmen der Schulbauoffensive des Landes 24 Schulneubauten für Pankow anmelden konnte, ein großer Fortschritt gegenüber den letzten Jahren.«

Weit über 5 Milliarden Euro umfasst das Programm, mit dem bis Ende 2026 der Sanierungsstau in Berlin abgebaut werden und neue Bildungseinrichtungen entstehen sollen. Pankow mit seinen 400.000 Einwohnern ist der am stärksten wachsende Bezirk der Hautpstadt. Bis 2030 wird es noch einmal 16 Prozent mehr Neu-Pankower geben. »Wir wären dann größer als Malta«, versucht Kühne die Dimensionen zu verdeutlichen.
Die Lage in Buch ist momentan angespannt. Zwei Drittel der Bucher Grundschüler gehen auf Freie Schulen, die anderen in die Grundschule am Sandhaus.
Eine der ersten neu zu bauenden Berliner Schulen wird in Buch errichtet. Das alte, leer stehende DDR-Schulgebäude an der Karower Chaussee 97 wird zuvor abgerissen. Kürzlich initiierte der Berliner Senat einen europaweiten Architekturwettbewerb. Die Siegerentwürfe für die künftigen Modulbauten stehen fest, ob diese letztlich umgesetzt werden, ist noch nicht geklärt. Falls ja, dann sieht die künftige, vierzügige Bucher Grundschule Buch so aus, wie auf der Abbildung zu sehen ist. …

Visualisierung: Bruno Fioretti Marquez, Architekten Berlin

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Gibt es Wege aus dem Verkehrschaos?
Die meisten der Anwesenden des jüngsten Bucher Bürgerforums glauben wohl nicht so recht daran, dass es praktikable Wege aus dem Verkehrschaos in Berlins Nordosten geben wird. Zumindest nicht auf die Schnelle. Dennoch hörten sie sich interessiert an, was der Verkehrspolitische Sprecher der CDU-Frak- tion im Abgeordnetenhaus und Ausschussvorsitzender für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Oliver Friederici, sowie Johannes Kraft, CDU-Fraktionschef der Pankower BVV, zum Thema zu sagen hatten.
Steffen Lochow, Vorsitzender des Bucher Bürgervereins, hatte sich mit einer Bestandsaufnahme der realen Verkehrssituation vorbereitet: Derzeit leben in Karow 19.577 und in Buch 16.467 Einwohner (Stand 2018). Einwohner, Pendler (Durchgangsverkehr bzw. Arbeitsplatz in Buch/Karow), Sonderfahrten (Krankenhaus) und Güterverkehr machen die täglichen Verkehrsbewegungen aus. Der ÖPNV ist, wie jeder weiß, nicht optimal aufgestellt. In Spitzenzeiten sind die Busse überfüllt, die Taktzeiten zu lang, auch die S2 fährt noch immer nicht im 10-min-Takt nach Bernau. Lochow stellt eine Modellrechnung auf: Abzüglich der Menschen unter 6 und über 65 Jahren sind wochentags theoretisch 26.000 Einwohner Buchs und Karows Verkehrsteilnehmer. Die regional verkehrenden Busse können pro Stunde ca. 900 Personen transportieren, die S-Bahn ca. 3.700 Fahrgäste. Der größte Teil der Einwohner nutzt also, laut dieser Rechnung, den Pkw. Hinzu kommen die bereits erwähnten Pendler. Zugestaute Straßen, fehlende Parkplätze sind das Ergebnis…

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SanitaeterSchulsanitäter proben Notfälle
Sani-Kurs der Hufelandschule Buch freut sich über Spenden
Was macht Ihr, wenn Ihr eine hilflose Person antrefft?«, fragt Dominik Pohling in die Runde. Der Neuntklässler der Bucher Hufelandschule besitzt eine natürliche Autoriät. Ruhig hört er sich an, was die 13- bis 16-jährigen Mitschüler an Wissen abrufen können, er korrigiert und er ergänzt, was sie vergessen haben. Dann geht es zum praktischen Teil.
Es ist ein ganz normaler Freitag. Von 12 bis 14 Uhr trifft sich der außerunterrichtliche Kurs »Schulsanitäter«, seit einiger Zeit angeleitet durch Dominik, der schon einige Jahre Erfahrung auf dem Feld der Ersten Hilfe gesammelt hat. Er ist Mitglied der Jugendfeuerwehr und hat bereits Erste-Hilfe-Ausbildungen absolviert. Seine Kenntnisse sind beeindruckend.
An diesem Freitagmittag werden Lagerungstechniken geübt, stabile Seitenlage, Autotransfusionslage… Auch Reanimation steht auf dem Programm. Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage klappen gut. Dann soll ein Druck- verband bei einem Kopfverletzten angelegt werden. Die Schulsanitäter gehen gekonnt vor, der Druckverband sitzt, ein Rettungswagen kann alarmiert werden. Parallel füllen die Schüler das Übergabeprotokoll für den Rettungsdienst aus. »Kümmert euch um den Paptienten, sprecht ganz natürlich, beruhigend und respektvoll mit ihm«, erinnert Dominik. »Das müssen wir noch üben«, befindet er schließlich.
Schulsozialarbeiter Till Wedel schwärmt von dem Kurs. »Unsere Schule profitiert davon. Verletzungen beim Sport, gequetschte Finger, Stürze, Kreislaufprobleme können die Sanitäter meist sehr gut erstversorgen. Zudem sind sie auch Seelentröster, die einfach da sind, wenn einem Schüler ein Missgeschick passiert ist.« Bei Notfällen werden sie per Funkgerät zur Schulstation gerufen. Die Sanitäter betreuen auch Schul- und Sportfeste oder sind z. B. beim Fest der Nachbarn im Bürgerhaus als potenzielle Helfer dabei…

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HeizhausHeizhaus des ZAH soll neu belebt werden
Gemeinde strebt Kauf des Heizhauses an – seine Nutzung ist noch unklar
Gegenüber vom Eingang des Seniorenheimes »Eichenhof« in Zepernick steht ein Heizhaus, das vor der Wende dem Zentralen Aufnahmeheim (ZAH) Röntgental zur möglichen autarken Energieversorgung zur Verfügung stand. Man erkennt es auch aus der Entfernung gut an dem hohen Schornstein.
In das ZAH Röntgental in der Schönerlinder Straße 11 wurden in der DDR die Zuwanderer und vor allem Umsiedler und Rückkehrer aus der Bundesrepublik Deutschland zur Überprüfung eingewiesen.  Nach der »Eroberung« von »Haus 11« durch Zepernicker Bürgerinnen und Bürger im Wendeherbst 1989 wurde das ZAH zum FAH (Feierabendheim), also einem Seniorenheim. Templin HeizhausDie Energieversorgung läuft seit der Wende über die üblichen Versorgungsanschlüsse, ein eigenes Heizhaus wird nicht mehr benötigt; das Gebäude steht seither leer. …
Nun, 30 Jahre nach dem Mauerfall, entwickelten sich neue Ideen in der Gemeinde Panketal, das Gebäude des Heizhauses zu nutzen. Die Gemeinde entschloss sich, dem Eigentümer ein Kaufangebot zu unterbreiten. Die Überlegung von Panketals Bürgermeister Max Wonke, Feierlichkeiten anlässlich des Erinnerns an den Mauerfall vor 30 Jahren zu veranstalten, trafen sich mit den Plänen der »Kunstbrücke Panketal e. V.«, einen permanent verfügbaren Raum für musikalische Veranstaltungen zu finden…

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