Aktuelles

PoelnitzwegFehlplanung:
10-Minuten-Takt ade?

Bürgermeister von Pankow und Panketal fordern 2. Gleis
Der 10-Minuten-Takt auf der S-Bahn S2 zwischen Buch und Bernau wird seit Jahren von Pankowern, der Gemeinde Panketal, der Stadt Bernau und dem Landkreis Barnim gefordert. Er würde dazu beitragen, das gewachsene Verkehrsproblem im Pankower Norden zu entspannen. Doch bis in weitere Zukunft sieht es schlecht mit der Umsetzung aus. Die aktuellen Ausbaupläne der Deutschen Bahn Netz AG sehen nämlich kein zweites S-Bahn-Gleis für die Eisenbahnbrücke über den Pölnitzweg vor. Lediglich zwei Fernbahn- und ein S-Bahn-Gleis sind geplant.
Die Gemeinde Panketal mit ihren knapp 21.000 Einwohnern ist (wie auch Bernau mit über 40.000 Einwohnern) ganz besonders interessiert an einem 10-Minuten-Takt, verlassen doch täglich 8000 Menschen die Panketaler Gemeinde, um anderenorts zu arbeiten. Die meisten von ihnen fahren nach Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

»Nun kann man die Frage stellen, wie das Thema Verkehr seit dem Fall der Mauer angegangen wurde. Zwar wurden viele Verkehrswege erneuert und modernisiert, aber wirklich neu hinzugekommen sind keine. Die einzige Möglichkeit, einen ‘Kanal’ nach Berlin zu erweitern ist der über die S-Bahn-Taktung«, ist die Meinung von Panketals Bürgermeister Maximilian Wonke (Foto). Mit viel Mühe und zahlreichen Stellungnahmen sei 2017 erreicht worden, dass der Entwurf des Landesnahverkehrsplans »i2030« geändert und die Taktverdichtung der S2 auf 10 Minuten aufgenommen wurde.
»Auf der Strecke zwischen Buch und Bernau lagen ursprünglich zwei S-Bahn-Gleise. Eines davon wurde nach dem Krieg als Reparationsleistung abgebaut. Die Brücken sind aber bis heute dieselben geblieben. Doch wer denkt, dass sie im Zuge des Neubaus wieder genauso errichtet werden wie ursprünglich, der irrt. Sie werden kostenoptimiert, also schmaler, gebaut, so dass es auf ihnen in Zukunft keinen Platz für ein zweites S-Bahn-Gleis gibt. Aktuell ist dies für die Überführung des Pölnitzweges in Berlin Buch der Fall«, so Wonke…

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Alt BuchAnwohner informierten sich
Ziel: Bauprojekt in Alt-Buch soll Thema im Ausschuss werden
Im Januar, noch rechtzeitig vor der Brutperiode der Vögel, war ein Baumfällteam im Hof des Wohnkarrees Alt-Buch – gegenüber vom noch immer leerstehenden Seniorenheim – aufgetaucht und hatte vollendete Tatsachen geschaffen. 55 Bäume fielen der Säge zum Opfer. Erst dann erfuhren die Anwohner peu à peu, dass direkt vor ihrer Nase ein Siebengeschosser mit Tiefgarage gebaut werden soll. Der Informationsbedarf seither ist groß, doch die Eigentümerin, die Alt-Buch 44-46 Grundstücksgesellschaft mbH, macht keine Anstalten, ihre genauen Pläne offenzulegen. Aus diesem Grund organisierte jetzt die Pankower CDU eine Anwohnerversammlung, um über Möglich- keiten des weiteren Vorgehens für die Bucherinnen und Bucher zu informieren, die in großer Sorge sind wegen der massiven Bebauungspläne.
Entstehen soll nach bisherigen Erkenntnissen ein Mehrfamilienhaus mit 7 oberirdischen Geschossen und 79 Wohnungen sowie eine Tiefgarage. Die Baugenehmigung wurde im September 2019 erteilt.
»Fakt ist, es gab Kommunikationsprobleme«, so CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes …

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Kita GrundsteinlegungNeue Kita entsteht in der Bernauer Straße
Grundsteinlegung für Kindereinrichtung mit 100 Plätzen in Panketal
Die Sonne hat es doch noch gut gemeint, als sich eine kleine Schar Gemeindevertreter, interessierter Bürger mit dem Bürgermeister und den Bauarbeitern zur Grundsteinlegung der neuen Kita an der Bernauer Straße in Zepernick traf. Nach tagelangem Schmuddelwetter war die Umgebung aufgeweicht, das aber konnte die gute Laune aller Beteiligten nicht trüben, ist doch gerade der Neubau einer Kita ein sehr freudiges Ereignis. Trotz intensiver Bemühungen der Gemeinde Panketal fehlen noch immer Kita-Plätze, um alle Kinder im Vorschulalter betreuen zu können.
Ende 2019 begann der Bau der Einrichtung an der Bernauer Straße, die etwa 100 Kindern Platz bieten soll. Architekt Thomas Näther hat ein 2- bis 3-stöckiges Gebäude entworfen …

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Musikakademie Haus 214Buch hat eine Musik-Akademie
Auf dem Bucher Hufeland-Campus studieren Musikschüler aus aller Welt
Wohl kaum jemand kennt die Akademie für Musik in Buch, die, um die Betreiber zu zitieren, »einen Standort gewählt hat, der die Vorzüge eines inspirierenden Studierens sowie Wohnens in malerischer Umgebung im Einklang mit der Natur und regionalen Traditionen gleichermaßen hervorhebt, wie die Nähe zu den urbanen Zentren Berlin oder Potsdam«.
Dieser Musikstandort, der für ein breites Spektrum in Lehre, Forschung und Weiterbildung steht, befindet sich in unmittelbarer Nähe, nämlich im C.-W.-Hufeland Krankenhaus-Campus, Karower Str. 15a, Haus 214. … Ich bin vor kurzem dort gewesen, wo mir das Haus mit seiner großartigen Architektur vorgestellt wurde, die dem Anliegen der privaten Musikhochschule einen würdigen Rahmen gibt. Hier lernen insgesamt 40 bis 50 internationale Schüler bei renommierten Dozenten, die gleichfalls aus der ganzen Welt hierher kommen und eine Ausbildung in Musikpädagogik und Musik-Performance garantieren, die mit dem Bachelor, Master oder einem Solistendiplom endet und einer exzellenten Karriere die Türen öffnen soll…

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SchuhmacherTrend zur Nachhaltigkeit
Vorgestellt: Der Schuhmacher in der Karower Achillesstraße
Wir leben in einer verrückten Welt. Durch alle Bereiche der Gesellschaft tönt die Klage über Fachkräftemangel. Traditionelle Handwerker sind rar gesät und werden immer rarer. Das offizielle Hauptstadtportal im Internet verzeichnet in unserer Großstadt zum Beispiel nur noch 82 Schneider, 52 Schuhmacher und ganze zehn Uhrmacher. Dabei ist Berlin mit 3,7 Millionen Einwohnern die größte Stadt der EU. Andererseits beklagen die Handwerker zu wenig Förderung und zu viel Bürokratie.
Wer heute noch als Schuster täglich seinen Laden öffnet, der muss schon Enthusiast sein. Einer davon ist André Reikowski (51) aus Karow. Er hat das Schuh- macher-Handwerk von der Pike auf gelernt und betreibt seit 2007 sein Geschäft in der Achillesstraße 67. Anfangs fertigte Reikowski hier noch Maßschuhe ab 1000 Euro das Paar. Inzwischen besteht sein Kerngeschäft aus Schuhreparaturen. Die Preise bewegen sich von drei Euro für das Kleben von Sohlen über das Anbringen von Absätzen (Damen 9 Euro, Herren 11) bis hin zu 40 Euro für das Einnähen längerer Reißverschlüsse in Stiefel. Auch Handtaschen verarztet der Experte, nur aus Leder müssen sie wie auch die Schuhe sein. Kunstleder verschleißt zu schnell: »Das Kunst-Zeug fällt auseinander«, so Reikowski gegenüber »BB«. Jede Reparatur führt der Schuhmacher innerhalb eines Tages aus. Der Laden hat Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Über mangelnde Aufträge kann sich Reikowski nicht beklagen. »Der Laden läuft.« Am Tag kommen zwischen zehn und 50 Kunden ins Geschäft. Neben der Sparsamkeit ist ein wichtiger Grund der Trend zur Nachhaltigkeit. »Die Leute denken um. Sie geben ihre Schuhe und Taschen zur Reparatur, statt sie, wie früher, wegzuwerfen.« Die Einnahmen des Geschäfts tragen Miete und Lebenshaltungskosten, auch einen Urlaub kann sich der Schuhmacher, der verheiratet ist und eine Sohn hat, im Jahr leisten. »Reich wird man davon aber nicht …

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StadtteilwerkstattIm Sommer wieder Freiluftkino
Bucher Stadtteilwerkstatt sammelte viele gute Ideen und Anregungen der Bürger
Kurz bevor öffentliche Veranstaltungen wegen des Corona-Virus abgesagt wurden, fand im Bucher Bürgerhaus eine Stadtteilwerkstatt statt. Organisiert vom Projekt BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften), ging es am 6. und 7. März an verschiedenen Stationen um Bucher Themen. Sehr engagiert und in entspannter Atmosphäre entwickelten Bucherinnen und Bucher ihre Vorstellungen zu einem lebenswerteren Buch.
An verschiedenen Stationen luden die Mitarbeiterinnen zum Diskutieren ein. So wurden am Stand »Kiezspaziergänge« zurückliegende Veranstaltungen präsentiert, wie der Spaziergang zu »Gemeinschaftsgärten in meiner Nachbarschaft« oder zur »Beleuchtung im öffentlichen Raum«. Eine große Karte, die gemeinsam mit der Nachbarschaft und Fachleuten im Ortsteil entwickelt worden war und die Beleuchtungsdefizite vor Ort ausweist, konnten die Besucher der Werkstatt vervollkommnen. Auch die punktuell sehr schlechte Gehwegsituation und öffentliche Dreckecken kamen zur Sprache. Die problematischen Bereiche wurden kartiert und sollen an die zuständigen Mitarbeiter im Pankower Straßen- und Grünflächenamt sowie Stadtentwicklungsamt weitergeleitet werden. »Lokales Wissen der Anwohnerinnen und Anwohner ist sehr viel wert und muss für die Verbesserung des Ortsteils genutzt werden«, findet BENN-Mitarbeiterin Saba Khanghahi. »Im April 2020 soll im Bezirksamt Pankow ein neues Konzept für die Verbesserung der Weg- und Beleuchtungslage in Buch entwickelt werden.« Die Karte werde bei diesem neuen Konzept berücksichtigt, so Khanghahi.
Ein nächster Kiezspaziergang ist am 16. Mai anlässlich des »Tages der Städtebauförderung« geplant. Mit dem Thema »Orte in Buch, die uns zusammenbringen« will BENN eine Art Rally organisieren und durch verschiedene Aktivitäten gemeinschaftliche Orte in Buch sichtbar machen. Die Besucher der Werkstatt konnten auch hierfür ihre Ideen einbringen.
Eine weitere Station widmete sich dem beliebten Freiluftkino im Ortsteil, das 2019 erstmals vom Projekt BENN ins Leben gerufen worden war…

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