Aktuelles

KaltenbachKünstler, Mahner und Akteur
Bundesverdienstkreuz wurde an Bucher Bildhauer Rudolf Kaltenbach verliehen
Der Staatssekretär für Kultur, Dr. Torsten Wöhlert, hat am 3. Juni Rudolf J. Kaltenbach das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht, das ihm von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bereits am 28. März 2021 verliehen worden war. (…)
Seit 2001 organisiert Kaltenbach internationale Bildhauersymposien mit dem Titel »Steine ohne Grenzen«, die der Idee des Künstlers Otto Freundlich von einer »völkerverbindenden Straße der Skulpturen« gewidmet sind (»BB« berichtete mehrfach). Otto Freundlich wollte zwei Skulpturenlinien für Völkerverständigung und Versöhnung durch Europa schaffen, eine von Ost nach West und eine von Nord nach Süd. Er wurde 1943 im KZ Sobibor ermordet und konnte seine Idee nicht mehr umsetzen.

Die aus den, von Kaltenbach initiierten 12 Symposien entstandenen Kunstwerke sind nun Teil einer »Skulpturenallee« – ein Teilstück der europäischen Friedensstraße – geworden. Herausragend sind auch Kaltenbachs ehrenamtliche Tätigkeiten…

Foto: Senatsverwaltung für Kultur

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Kulturwoche BIZEine Kulturwoche in Buch
Anfang August stellt sich das künftige Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) der Öffentlichkeit vor
Im Zentrum von Berlin-Buch soll eine neue Heimat für Kultur und Bildung entstehen: Auf der Freifläche Groscurthstraße 21-33 wird auf ca. 3.300 m2 und vier Etagen das Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) Buch errichtet. Bislang sind nur Bibliothek und Musikschule in Buch präsent, doch das soll sich zukünftig ändern: Erstmals ziehen Volkshochschule, Musikschule, Bibliothek und der Pankower Bereich Kunst und Kultur mit Kunstwerkstätten und Tanzräumen in ein gemeinsames Haus, ergänzt um das Gläserne Labor des Campus Buch und einzelne Ausstellungen des Pankower Museums.
Die detaillierten Planungen für das Gebäude und die Freiflächen sind abgeschlossen. Bald werden die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen starten. 2025 soll das BIZ Buch feierlich eröffnet werden. Bis dahin wird es eine Vielzahl an kleinen und größeren Aktionen im Ortsteil geben, um den Gedanken des BIZ Buch gemeinsam zu erleben.
Die jährlich stattfindende Aktionswoche »Buch_KulTour« soll als Vernetzung der Einrichtungen Gläsernes Labor, Stadtteilbibliothek, Jugendkunstschule, Museum, Volkshochschule, Musikschule und Kunstwerkstätten mit Angeboten aller Einrichtungen einen ersten Eindruck vermitteln. Vom 1. bis 7. August sind die interessierten Bucher:innen – von Jung bis Alt – eingeladen, teilzunehmen an Workshops, Sprachkursen, Ausstellungen, Vorträgen, Konzerten und naturwissenschaftlichen Experimenten. Die Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen ist kostenfrei.
(www.berlin.de/ba-pankow/buch_kultour).

Entwurf: karlundp architekten

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PankeparkPankepark mit Zukunft
Öffentliche Beteiligung für Sport- und Erholungspark Buch
Im Oktober vergangenen Jahres spazierte eine Gruppe Interessierter gemeinsam mit Bezirksamtsmitarbeitern, Planern und Entwicklern durch das Gebiet zwischen S-Bahnhof Buch und Autobahn in dem Streifen zwischen westlichem Pankeufer und Bahnlinie, um Wünsche und Anregungen für das Gelände zu benennen. Für das Areal erarbeitet das Büro Henningsen Landschaftsarchitekten im Auftrag des Bezirks Pankow eine Entwicklungsstudie, um hier einen Park – den Pankepark – zu gestalten. Der Park, so die Vision, soll einmal ein Sport- und Erholungspark für alle Generationen werden.
Einige der Ideen vom ersten Pankepark-Spaziergang sind in den Entwurf aufgenommen worden. Am 22. Juni fand die zweite öffentliche Beteiligungsveranstaltung im Garten des Bucher Bürgerhauses statt, auf der über den aktuellen Planungsstand informiert wurde. 
Bis zum 31. 8. sollen für die Umsetzung einiger erster Maßnahmen finanzielle Mittel über das Programm Nachhaltige Erneuerung (ehemals Stadtumbau) beantragt werden. Dabei handelt es sich um den Grünstreifen an der Promenade, die zwischen Panke und Panke-Sportplatz entlangführt, sowie um den Grünbereich neben dem Weg von der kleinen Pankebrücke zum Hintereingang des S-Bahnhofs Buch. Hier stellen sich die Planer folgendes vor: Bänke an der Promenade nebst Bewegungselementen und Tischtennis-Platten. Den Weg zum Bahnhof sollen ein Boule-Platz, ein Pavillon sowie eine Calistenics-Anlage (Geräteturnen im Freien) flankieren. Besonders letzteres erfreut sich bei jungen Leuten gerade besonderer Beliebtheit…

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RoentgentalerwegDas Ringen um ein Stück Land
Anwohner des Röntgentaler Weges in Buch sollen Teile ihrer Gärten beräumen – noch geben sie nicht auf
Die Pölnitzwiesen in Buch sind besonders im Sommer paradiesisch schön. Usedom- und Panke-Radweg führen hier entlang, es gibt Wiesen und Bäume, so weit das Auge reicht und die Panke fließt schnurgerade durch das Grün. Demnächst soll ihr Bett verlegt und renaturiert werden. Dann wird sie bald linkerhand des Radweges (schaut man in Richtung Brandenburg) durch die Wiesen mäandern. Die Flächen sind Überschwemmungsbereich, träte die Panke einmal über ihre Ufer. 
Direkt an dieses Idyll grenzen rückseitig über 40  am Röntgentaler Weg gelegene Einfamilienhaus-Grundstücke. Eines davon gehört Michael Krüger. Sein Großvater half hier Anfang des vergangenen Jahrhunderts beim Bau der Häuser, seit den späten 60ern ist eines davon in Familienbesitz. Seit 1943 wird auch ein etwa 20 m breiter Grünstreifen hinter den Grundstücken an die Bewohner, die hier siedeln, verpachtet. Ursprünglich gegen einen kleinen Obolus an die Stadtgüter, in den vergangenen Jahrzehnten nutzten sie es aus Gewohnheitsrecht. Nach der Wende waren Unterlagen verschollen, Pacht für die Landesflächen forderte auch im neuen Staatsgefüge niemand mehr ein. 
Aus den Pachtlandstreifen sind grüne Gärten geworden, 80 Starkbäume wachsen hier, viele Sträucher wurden gepflanzt. Michael Krügers Terrasse mündet direkt auf die Pachtwiese. Er hat ein Bassin aufgestellt und eine kleine Hütte für Gerätschaften errichtet. Doch damit ist es nun wohl bald vorbei… 
1999 gingen die Pölnitzwiesen ins Fachvermögen des Bezirksamts Pankow über. Den Pächtern wurden die von ihnen genutzten Randflächen zum Kauf angeboten. Viele äußerten ihr Interesse, doch  aus dem Amt war, trotz vieler Nachfragen, nichts mehr zu hören – bis Ende 2018 plötzlich Räumungsschreiben  vom Straßen- und Grünflächenamt in die Anwohnerbriefkästen flatterten …

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WaldhausNeues Wohnquartier Waldhaus Buch 
Den Bauvorbescheid für das Projekt »Waldhaus Buch« an der Zepernicker Straße gab es, nach jüngsten Angaben des Pankower Stadtentwicklungsstadtrates Vollrad Kuhn, bereits im August vergangenen Jahres (»BB« berichtete in 2/2021).

Nun sind weitere Informationen über den Inhalt des Vorhabens öffentlich geworden. Die Howoge plant gemeinsam mit der Profi Partner AG, laut Kuhn, den Bau von ca. 200 Wohnungen in sieben neuen Gebäuden, damit sich die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses, das 1905 als Heilstätte für Brustkranke eröffnet worden war und seit langem leersteht, rechnen kann. Direkt im historischen Waldhaus könnten Wohnlofts entstehen. Die Höhe der neuen Wohnbauten ist mit bis zu 5 Geschossen + 1 Staffelgeschoss angegeben…

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Wohncampus Ehrlich HausNeuer Wohncampus für junge Leute
Franz-Ehrlich-Bau im LHQ in Buch wird umgebaut und instand gesetzt
Für die denkmalgerechte Instandsetzung und den Umbau des Franz-Ehrlich-Hauses im Ludwig-Hoffmann-Quartier (LHQ) in der Wiltbergstraße 50 in Buch hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Mitte Mai eine halbe Million Euro Fördermittel bewilligt. 
Der in den 1950er Jahren errichtete Ehrlich-Bau steht im deutlichen Kontrast zu den sonstigen denkmalgeschützten Gebäuden vom Anfang des vorigen Jahrhunderts. Es ist ein Haus der Moderne. Der Architekt Franz Ehrlich war Schüler des Bauhauses Dessau und nahm unter anderem an Kursen von Walter Gropius, Paul Klee und László Moholy-Nagy teil. (…)
In Buch errichtete er das Institut für koritiko-viszerale Pathologie und Therapie, in das 1992 die Franz-Volhard-Klinik einzog. 1994 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.(…)
Ein tragfähiges Nutzungskonzept liegt nun auf dem Tisch. Das Ehrlich-Haus wird, mit zwei Neubauten kombiniert, zu einem kleinen Wohncampus für junge Leute. Möblierte Wohnungen von 24 bis 40 m2 entstehen hier. Im Ehrlich-Haus werden sie flankiert von Allgemeinbereichen, wie einem Café, einem Sportraum und weiteren öffentlichen Flächen…

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