Aktuelles

Karower BahnbrueckeBrücke Karow: Die unendliche Geschichte
Seit 2018 wird an der Eisenbahnüberführung gebaut
Wer kann sich noch daran erinnern, wann die Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung (EÜ) Pankgrafenstraße/Bahnhofstraße in Karow begannen? Es war im November 2018! Das geplante Ende der Maßnahmen war für den August 2020 prognostiziert worden, das ist zwei Jahre her und die Bahnbrücke weiter für den Durchgangsverkehr gesperrt. 
Wie lange noch? Der CDU-Abgeordnete Johannes Kraft hat in der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz nachgefragt.

»Der letzte Einhub von Brückenüberbauten erfolgte Ende April 2021. Der Eisenbahnbetrieb wurde im Oktober 2021 erfolgreich aufgenommen. Derzeit sind im Straßenbereich noch umfangreiche Verlegungen von Leitungen und Kabeln sowie die abschließende Herstellung des Straßentroges erforderlich«, antwortete  Senatsmitarbeiterin Dr. Meike Niedbal auf die Abgeordneten-Anfrage…

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ApfelfrauAlles Apfel oder was?
Der Apfel ist eine assoziationsbeladene Frucht. Nicht nur, dass er Schuld trägt an Adams und Evas Vertreibung aus dem Paradies, er gilt auch als Symbol der Verheißung auf Erlösung. Im Altertum und in der christlichen Kultur stehen Äpfel als Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit, als Sinnbild verführerischer Begierde und Frucht der Erkenntnis. …
Weltweit soll es rund 20.000 Apfelsorten geben, in Deutschland allerdings werden gerade mal 70 Sorten gewerblich angebaut. Ilse Wagner besitzt mehr. Über 250 individuelle Äpfel nennt sie ihr Eigen. Sie sind nicht essbar, sondern bestehen aus jedem nur denkbaren Material. In ihrer Wohnung im Röbellweg in Buch hat sie sie in setzkastenähnlichen Vitrinen versammelt: Äpfel verschiedenster Größen und Farben, Äpfel aus Holz, Keramik, Glas, Messing, Porzellan, Bernstein, Kunststoff, Mammutbein; vergoldet, versilbert, mit Perlen bestückt, aus Naturmaterialien gefertigt, aus Stoff, Wolle oder Pappmaché. Manche von ihnen sind funktional, andere stehen nur für sich. Ilse Wagner führt Kuriositäten vor, eine Lampe in Apfelform, ein rundes Apfelpuzzle, ein mit Smarties gefüllter Apfel, Apfelschmuck, Kästchen, ein Apfelradio…

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Ausbildungspreis Andreas StoyeKarower Firma erhielt Ausbildungspreis
Im Gespräch mit Paech-Elektro-Inhaber Andreas Stoye
Anfang September hat das Bezirksamt den Pankower Ausbildungspreis im Rahmen der »Ausbildungsoffensive Pankow 2022/23« in der WABE verliehen. Gewinner in der Kategorie 21 bis 50 Beschäftigte ist das Karower Unternehmen PaechElektro »BB« sprach mit dem Inhaber Andreas Stoye. 

»BB«: Herzlichen Glückwunsch zum Pankower Ausbildungspreis. Wofür speziell haben Sie den bekommen?
Andreas Stoye: Vielen Dank für die Glückwünsche. Seit Jahren engagieren wir uns bei PaechElektro für die Ausbildung im Handwerk, speziell im Bereich der Berufsausbildung im Elektrohandwerk und bieten unseren Azubis eine umfangreiche gute fachliche Ausbildung an. Auch unsere Leistungen im Bereich der Berufsorientierung für Schüler wurden gewürdigt.
»BB«: Wie bekommt man fähigen und motivierten Nachwuchs?
A. Stoye:  Werbung! – Aber nicht nur. In erster Linie benötigt man ein Team, das das Thema Ausbildung mitträgt. Die Ausbildung erfolgt begleitend auf den Baustellen. Und ohne engagierte Mitarbeiter, die ihr Wissen weitergeben wollen, funktioniert eine Ausbildung nicht. Hinzu kommt, dass wir im Unternehmen viele Geschäftsfelder haben: Vom Kundendienst, über Smarthome mit IT-Anwendungen und Photovoltaik sowie Elektromobilität können unsere Auszubildende bei uns sehr viel lernen. Mit dieser Voraussetzung machen wir Werbung für einen interessanten Beruf mit Zukunft. Durch Schülerpraktika konnten wir schon früh die Begeisterung für das Elektrohandwerk bei dem Einen oder Anderen wecken und haben so auch schon Azubis für unser Unternehmen gewonnen. Beide Seiten wussten dann schon, was einen erwartet. Da war das Bewerbungsgespräch nur noch eine Formsache.
»BB«: Warum bilden nur 17 Prozent der Betriebe in Berlin selbst aus, obwohl sich der Bedarf an Fachkräften seit 10 Jahren verdoppelt hat (IAB-Studie von Ende August 2022)?
A. Stoye:

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Buergerforum»Tiefschlag für den Bürgerdialog«
Gründe und Stimmen zur Absage des Bucher Bürgerforums im September
In den vielen Jahren, in denen der Bucher Bürgerverein, unterstützt durch den »BB«,  das »Bucher Bürgerforum« zu aktuellen Entwicklungen im Stadtteil organisiert, ist es noch nie zu einem kurzfristigen Ausfall der Veranstaltung gekommen. Irgendwann ist immer das erste Mal, und so standen am 15. Oktober zahlreiche aufgebrachte Bürger vor den Türen des MDC.C, in dessen Saal es um »Aktuelle Vorhaben und Probleme der Stadtentwicklung Buch« gehen sollte. Zu Gast: Bezirksbürgermeister Sören Benn.
Am frühen Nachmittag hatte der Hausherr – das MDC – die Absage verkündet. »BB« befragte den Vorstand der Wissenschaftseinrichtung nach den Gründen: »Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft ist ein wissenschaftliches Forschungszentrum. In unseren Gebäuden finden grundsätzlich keine politischen Veranstaltungen statt. Auch bei der Vermietung unserer Räume an externe Veranstalter gilt dieser Grundsatz. Wenige Stunden vor Beginn des geplanten Bürgerforums zu allgemeinen Themen der Stadtteilentwicklung in Buch in unserem dortigen Kongresszentrum hat sich herausgestellt, dass diese Veranstaltung von Einzelnen für politische Zwecke umgenutzt und auf dem Campus in diesem Zusammenhang demonstriert werden sollte. Nach Absprache mit der Polizei haben wir – auch zum Schutz unserer Mitarbeiter*innen – deshalb die Veranstaltung abgesagt«, erklärte Heike Graßmann, Administrative Vorständin des Max Delbrück Centers…

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FreiwilligenboerseBörse der Freiwilligkeit
Warum werden Menschen ehrenamtlich tätig? Es gibt viele Gründe, sich freiwillig für andere Menschen einzusetzen. Doris Steinke (94) aus Buch formulierte es auf der 3. Bucher Freiwilligenbörse so: »Auch in meinem hohen Alter habe ich das Bedürfnis, nicht nur auf der Couch zu sitzen, sondern etwas für andere zu tun. Meine Erfahrung ist, wenn man sich einbringt und etwas gibt, dann bekommt man es tausendfach auf andere Weise zurück«. 
Auch Mathias Montag ist ehrenamtlich tätig. der Karower Mitsechziger bietet   im Stadtteilzentrum Buch monatliche Smartphone-Sprechstunden insbesondere für Ältere an. »Ich begegne interessanten Menschen, das ist immer ein Gewinn für mich«, betont er. Er habe auch das Bedürfnis, etwas zurückgeben zu wollen. »Ältere kommen oftmals mit neuer Technik nicht zurecht. Ich trage ein Stück dazu bei, dass sie nicht aus dem Leben rausgedrängt werden.«
Am 14. September konnte, wer sich interessierte, viele solcher Statements über den Sinn von ehrenamtlicher Tätigkeit hören… 

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Erinnerung an jüdische Nachbarn
Panketaler Einwohner plädierten für Stolpersteinverlegung
Am 9. und 10. Oktober erfolgt die Steinverlegung in enger Absprache mit der Gemeinde und mit deren Unterstützung.  Veranstaltet werden die Feierlichkeiten vom »Heimathaus« e.V. und der Kunstbrücke Panketal e.V.  Am 10. Oktober sollen insgesamt sieben Stolpersteine an vier ausgewählten Orten in Panketal verlegt werden. Erinnert wird damit an:  Wolfgang Benning (Jg. 1903), Goslarer Straße 8, 1943 in Auschwitz ermordet; Jenny Gold, geborene Lewin (Jg. 1886), Straußstraße 53, 1942 im Ghetto Warschau ermordet; Salomon Seelig (Jg. 1875), Hufelandstraße 10, 1943 in Auschwitz ermordet; Hedwig Seelig, geborene Tietzker (Jg. 1877), Hufelandstraße 10, 1943 in Auschwitz ermordet; Emil Hans Seelig (Jg. 1904), Hufelandstraße 10, 1942 in Auschwitz ermordet; Walter Gustav Seelig (Jg. 1906), Hufelandstr. 10, 1943 in Auschwitz ermordet; Selma Kübler, geborene Dobriner (Jg. 1869), Heinestraße 58, 1943 in Theresi-enstadt ermordet.
Die Verlegung beginnt am 10. 10. 2022 um 9 Uhr in der Goslarer Straße 8 und endet in der Heinestraße 58. Der Geschichtsverein freut sich über rege persönliche Teilnahme an der Stolpersteinverlegung …
Am Tag zuvor, also am 9. Oktober, soll mit einer kleinen Gedenkstunde an die sieben ermordeten jüdischen Bewohner aus Panketal erinnert werden. An dieser Gedenkstunde, die ab 19 Uhr im Rathaussaal der Gemeinde Panketal stattfindet, werden voraussichtlich auch die Überlebenden des Holocaust der Familie Benning teilnehmen. 

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