Gesundheit & Forschung

Geissler»Was für ein Glück ich hatte«
Festveranstaltung zum 95. Geburtstag von Prof. Erhard Geißler im Bucher Max-Delbrück-Centrum
Einer der ganz Großen der genetischen Forschung«, mit diesen Worten hat der Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Prof. Detlev Ganten, den Virologen, Genetiker, Friedensforscher und Abrüstungsexperten Prof. Erhard Geißler zu seinem 95. Geburtstag gewürdigt. Der MDC-Freundeskreis ehrte den Jubilar in seiner Veranstaltungsreihe »Musik trifft Wissenschaft« mit einem Klavierabend am 28. Januar 2026 im MDC-Kongresszentrum.
»Was für ein Glück ich hatte« zitierte Prof. Ganten in seiner Laudatio das Motto, mit dem Prof. Geißler auf sein Leben blickt. Berlin-Buch, so betonte Ganten, war eines der Zentren der genetischen Forschung in Deutschland.

Ein Meilenstein für die Entwicklung der modernen Genetik war die 1935 von dem Biophysiker Max Delbrück vom Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem, sowie dem russischen Genetiker und Biophysiker Nikolai W. Timoféeff-Ressovsky und dem Physiker Karl Günter Zimmer, beide vom Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch veröffentlichte Arbeit »Über die Natur der Genmutation und der Genstruktur«. 
Delbrück, der 1937 in die USA ging und 1969 den Nobelpreis für Medizin erhielt, sollte für Geißler, der diese Publikation kannte, eine entscheidende Rolle für seine wissenschaftliche Entwicklung spielen. Ein Jahr vor dem Mauerbau konnte der DDR-Wissenschaftler 1960 für drei Monate nach Köln gehen, wo Delbrück das Institut für Genetik aufbaute. Delbrück, wie auch später der Mitentdecker der Struktur der Gene (DNS), der amerikanische Nobelpreisträger James Watson, förderten Geißler. Und sie versorgten ihn und seine Kollegen mit wissen- schaftlicher Literatur aus den USA, an die Forscher in der DDR nicht herankamen. Geißler launig: »Sie wurden mir in vier Seesäcken geschickt«. 
Früh hatte sich Geißler auch mit Fragen der Ethik in der Wissenschaft befasst. Auslöser für ihn war das Symposium »Man and his Future« der CIBA Foundation 1962 in London. Unter dem Eindruck dieser Tagung, auf der Wissenschaftler über die Möglichkeiten des Einsatzes der Gentechnik am Menschen diskutierten, begründete er 1969 die »Kühlungsborner Kolloquien«. Das Ostseebad bot sich als Tagungsort an, da Geißler in dieser Zeit an der nicht allzu weit entfernten Universität Rostock tätig war…
Foto: David Ausserhofer

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Ausbildungsmesse in Buch 
Auch in diesem Jahr findet erneut die vocatium Berlin focus – Schwerpunkt MINT und Gesundheit in Berlin-Buch statt, eine Fachmesse für Ausbildung und Studium. Am 18. und 19. März versammeln sich von 8.30–14.45 Uhr im Kongresszentrum MDC.C auf dem Campus Buch, Robert-Rössle-Str. 10, zahlreiche Unternehmen, Hochschulen und Beratungsinstitutionen, um junge Menschen in der Berufsorientierung zu unterstützen. Besonderes Highlight neben der Berufsorientierung ist das umfangreiche, interaktive Rahmenprogramm Forum MINT. MINT – das sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In diesem Bereich werden Azubis und Studierende als die Fachkräfte von morgen dringend gesucht…

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Pankreas ZertifizierungMit Zertifikat: Pankreaskrebszentrum Buch
Am Helios Klinikum Buch wird auf interdisziplinäre Versorgung gesetzt
Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat das Pankreaszentrum des Helios Klinikums Berlin-Buch als zertifiziertes Pankreaskrebszentrum anerkannt. Das Zentrum bündelt Kompetenzen aus den Fachdisziplinen der Allge- mein-, Viszeral- und Onkologischen Chi- rurgie, Inneren Medizin und Gastroenterologie, Onkologie, Strahlentherapie und Radioonkologie, Diagnostischen und Interventionellen Radiologie sowie der Nuklearmedizin. »Die erfolgreiche Zertifizierung unseres Pankreaskrebszentrums ist ein wichtiger Meilenstein für den Standort Berlin-Buch. Sie unterstreicht nicht nur unsere medizinische Expertise, sondern auch unser stetes Bestreben, moderne Therapiekonzepte frühzeitig in die klinische Versorgung zu integrieren und damit die Behandlungsmöglichkeiten für unsere Patient:innen kontinuierlich weiterzuentwickeln«, betonte Prof. Dr. Roger Wahba, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Onkologischen Chirurgie. 
Ein besonderer Schwerpunkt des neu zertifizierten Pankreaskrebszentrums liegt in der chirurgischen Versorgung. Hohe Fallzahlen, ausgewiesene onkologische Expertise und der Einsatz modernster Operationsverfahren würden eine exzellente Behandlungsqualität gewährleisten, hatte das Helios-Unternhemen erklärt. Dazu zähle auch die robotergestützte Chirurgie, die hochpräzise und gleichzeitig besonders schonende Eingriffe ermögliche und damit zu verbesserten postoperativen Ergebnissen sowie einer schnelleren Genesung beitragen könne…
Foto: Maike Graefe/Helios Kliniken

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