Natur & Umwelt

Hofladen DarioFreitags gibt’s frische Sträuße
Hofladen auf dem ÖkoGut Buch ist ab sofort wieder täglich geöffnet
Viele Kunden hatten es sehr bedauert, dass der Bio-Hofladen auf dem ÖkoGut in Alt-Buch 51 aus personellen Gründen nur noch mit sehr eingeschränkten Öffnungszeiten aufwartete. Das hat sich jetzt geändert. Ab sofort ist der Laden im kleinen Backsteinbau wieder täglich geöffnet: Mo 13–18 Uhr, Di 11–17.30 Uhr Mi 13–17.30 Uhr, Do 13–18 Uhr und Fr 13–17.30 Uhr.
Sozialarbeiter Dario Danehl betreut das Projekt der Albatros gGmbH. Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Suchterkrankungen erhalten hier eine Zuverdienstmöglichkeit.

Im Rahmen einer biologisch zertifizierten Bewirtschaftung werden auf dem Hof auf einer Fläche von ca. 5.000 m2 Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen angebaut, Eier und Honig produziert und im Hofladen vertrieben. Getränke, Öle und weitere Fair trade- und Bio-Produkte werden dazugekauft, um die Angebotspalette zu erweitern.
»Wir bieten saisonale, erntefrische Produkte an«, wirbt Dario Danehl…

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Windrad KlemmVom Kampf gegen Windradflügel
Gespräch mit Hans-Jürgen Klemm über sein Engagement für den Liepnitzwald
Für Hans-Jürgen Klemm begann alles, als er 2011 davon hörte, dass im Land Brandenburg Windeignungsgebiete ausgewiesen werden sollen für die Aufstellung von Windrädern. Auch der Liepnitzwald, zu dem der Liepnitzsee gehört, wurde als geeignetes Gebiet eingestuft. Unfassbar für den engagierten Mann, der im Jahr 2000 – auch wegen der ausgeprägten Naturlandschaft – von Berlin nach Wandlitz gezogen war. Mit weiteren Mitstreitern gründete er die Bürgerinitiative »Hände weg vom Liepnitzwald«, die den Ländern Berlin und Brandenburg sowie der Regionalen Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim in Sachen Windkraftnutzung den Kampf ansagt. Hans-Jürgen Klemm ist einer der engagiertesten Akteure. Er hatte in der DDR-Möbelindustrie in leitender Position gearbeitet und war nach der Wende als Expansionsleiter für die Globus-Unternehmensgruppe tätig. Seit knapp einem Jahr ist er im Ruhestand. »BB« befragte den Ingenieur zu den Hintergründen und Zielen seines Einsatzes gegen Windradflügel.

»BB«: Sie sind inzwischen ein ausgewiesener Windkraftexperte geworden. Was haben Sie bisher erreicht?
Hans-Jürgen Klemm: Ich antworte Ihnen mit ein paar Zahlen: Die Volksinitiative »Rettet Brandenburg« ist von über 20 Bürgerinitiativen gegründet worden. Kurze Zeit später waren es schon über 78, mittlerweile sind es 120 Initiativen, die sich nicht damit abfinden wollen, dass zu Lasten von Natur, Mensch und Landschaft am weiteren Windkraftausbau festgehalten wird. Das ist ein Erfolg, auch wenn wir die nötige Unterschriftenzahl für das Volksbegehren nicht erreicht hatten. Die Stimmen aus den Städten fehlten uns.
»BB«: Für den Liepnitzwald hat sich durch Sie auch konkret etwas verändert…
H.-J. Klemm: Ja, die Windeignungsflächen des Regionalplans Uckermark-Barnim wurde 2016 halbiert. Von vormals 577 ha beidseits der Autobahn sind jetzt nur noch 271 ha verblieben. Ein halber Erfolg. Sehr froh sind wir jetzt darüber, dass das Land Berlin das Vorhaben eines Investors, acht Windenergieanlagen im Liepnitzwald aufzustellen, nicht genehmigt hat. Bereits vor 100 Jahren wurde dieser Wald Berlin überantwortet, damit er den Berlinern als Erholungswald dienen konnte. Die Berliner Forsten verwalten ihn. Bis zu 20.000 Erholungssuchende halten sich an den Wochenenden hier auf. Unser Ziel heißt jetzt, das gesamte Liepnitzwaldgebiet aus dem Regionalplan herauszubekommen, außerdem auch die Windeignungsgebiete in Prenden und Klosterfelde.
»BB«: Was wären denn die negativen Auswirkungen von Windrädern im Liepnitzwald?
H.-J. Klemm: Für jede der ca. 240 m hohen Anlagen wird dauerhaft 7000 m2 Wald zerstört. Man braucht eine schwerlastfähige Zufahrt sowie Stellflächen für Reparaturfälle. In der Praxis sieht es so aus, dass ein 15 m breiter Korridor durch den Wald geschlagen wird. Die Landschaft wird an dieser Stelle eingeebnet, das verändert die Landschaftsprofile großflächig. Ein Wenderadius für die Rotorblätter muss freigeschnitten werden, oft mehr als 80 m, weil die Rotoren immer größer werden. Das sind tausende von Bäumen, die nur für den Transportzweck wegfallen. Diese Schneisen in der Waldfläche verändern das Waldinnenklima. Biotope werden zerstört…

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